Infoladen Sabotnik http://sabotnik.blogsport.de Infoladen Sabotnik Thu, 13 Sep 2018 15:17:49 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Lirabelle #17 nun online! http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/13/lirabelle-17-nun-online/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/13/lirabelle-17-nun-online/#comments Thu, 13 Sep 2018 15:17:49 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/13/lirabelle-17-nun-online/
Die 17. Ausgabe der Lirabelle ist schon seit einigen Wochen erschienen, erfreut uns aber erst seit kurzem mit ihrer online Präsenz!

Während Sie bei uns im veto schon kräftig hin und her geblättert wurde, kann Sie nun auch in der Ferne gelesen werden. Enthalten ist ein Thesenblatt von uns „Über das Verhältnis von staatlicher Abschottung, Rassismus und Migration“. Dieses haben wir 2015 anlässlich eines Workshops bei den Alternativen Studieneinführungstagen diskutiert und nochmal überarbeitet. Wir bedanken uns bei der Redaktion, dass sie unseren Geburtstag mit in die News aufgenommen hat.
Spannend ist der Bericht aus „Erfurts liebenswertestem Vorort“ – der Autor Ox Y. Moron bezeichnet damit die Thüringer AfD-Hochburg Arnstadt. Außerdem dabei ist ein Bericht zum FIT* FOR ACTION – Kongress des Frauen*kampftagsbündnisses, wer also nicht da war, kann nun nachlesen, was lief.

Die Redaktion wünscht sich übrigens mehr Beiträge …
PS: Sie beißen nicht. Zumindestens meistens.

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Ende Gelände: Vernissage, Info- und Vorbereitungtreffen http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/11/ende-gelaende-vernissage-info-und-vorbereitungtreffen/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/11/ende-gelaende-vernissage-info-und-vorbereitungtreffen/#comments Tue, 11 Sep 2018 12:51:56 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/11/ende-gelaende-vernissage-info-und-vorbereitungtreffen/ Offenes Ende Gelände Info- und Vorbereitungstreffen

Wann: 25.09.18 um 18:00
wo: Umweltbibliothek im Grünen Haus Jena (über dem Grünowski)

Der Herbst naht und damit auch die Rodungssaison im Hambacher Forst und
die Ende Gelände – Aktionstage vom 25.-29.10. im Rheinland. Seit
mehreren Jahren gewinnt die Klimabewegung nun schon an Fahrt und zeigt
auf, dass es den Raubbau des Menschen an der Natur zu stoppen gilt.
Wir als Ende Gelände Ortsgruppe Jena möchten euch deswegen zu einem
offenen Vorbereitungs- und Infotreffen einladen um mit euch ins Gespräch
zu kommen, euch darüber zu informieren was so geplant ist, wie wir uns
das so gedacht haben mit der Anreise oder wie ihr euch einbringen könnt.
Also kommt einfach rum, egal ob ihr nur mal schauen wollt, was das alles
so ist, ihr mitfahren wollt oder direkt Bock habt mitzumachen.
Wir freuen uns und haben Bock mit möglichst vielen Leuten zu den
Aktionstagen zu fahren um auch dieses Jahr wieder klar zu machen: Ende
Gelände – System Change, not Climate Change!

Info- und Vorbereitungstreffen ist von Ende Gelände Ortsgruppe Jena

Hambi Fotoaustellung im Cineplex Gotha

Wann: 17. September 2018 um 19:30
Wo: Cineplex Gotha

Die „Vernissage“ beginnt um 19:30

www.ende-gelaende.org/events/hambi-fotoaustellung-im-cineplex-gotha

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AfD-Wahlkreisbüro in Erfurt — und Protest im Viertel http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/05/afd-wahlkreisbuero-in-erfurt-und-protest-im-viertel/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/05/afd-wahlkreisbuero-in-erfurt-und-protest-im-viertel/#comments Wed, 05 Sep 2018 14:45:32 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/09/05/afd-wahlkreisbuero-in-erfurt-und-protest-im-viertel/ Unter dem Motto »Für eine solidarische Krämpfervorstadt« haben sich Anwohner_innen und Gewerbetreibende des Erfurter Stadtviertels gegen ein AfD-Büro in der Nachbarschaft organisiert. Mitte August hatte der AfD-Bundestagsabgeordnete Stefan Brandner ein Wahlkreisbüro in der Iderhoffstraße 37 in Erfurt eröffnet. Die antifaschistische Nachbarschaftsinitiative ist am 25.8. in die Öffentlichkeit getreten:

Beim Stadtteilfest Krämpf fresh am Samstag waren wir auch am Stand des Bündnisses „Solidarische Krämpfervorstadt“ beteiligt. Das Bündnis hat sich gegründet, weil der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner sein Wahllokal in der Iderhoffstraße 37 eröffnet hat. Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, gegen rechte Hetze im Viertel und anderswo vorzugehen … [weiter bei den Falken Erfurt]

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CSD Aktionswochen in Erfurt http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/14/csd-aktionswochen-in-erfurt/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/14/csd-aktionswochen-in-erfurt/#comments Tue, 14 Aug 2018 09:34:19 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/14/csd-aktionswochen-in-erfurt/ Die #CSDerfurt-Atkionswochen 2018 finden vom 17. bis zum 31. August statt und halten unter dem Motto „Akzeptanz macht Lust“ mit Kultur, Politik, drei Parties und vielem mehr ein vielfältiges Angebot für alle Interessierten bereit.
Hier erfahrt ihr mehr über die insgesamt 19 Veranstaltungen und Aktionen.

Wir sehen uns dort.

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Daniele Ganser soll ausgeladen werden: Ist es eine Verschwörung? http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/14/daniele-ganser-soll-ausgeladen-werden-ist-es-eine-verschwoerung/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/14/daniele-ganser-soll-ausgeladen-werden-ist-es-eine-verschwoerung/#comments Tue, 14 Aug 2018 08:55:25 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/14/daniele-ganser-soll-ausgeladen-werden-ist-es-eine-verschwoerung/ Das DASDIE in Erfurt ist ein Ort der Aufklärung. Schon im März 2018 hat dort Erich von Däniken unterdrückte Wahrheiten über UFOs öffentlich gemacht, bei „Caveman – du sammeln, ich jagen“ stehen neue und originelle Erkenntnisse der Geschlechterforschung im Fokus. Am 20.8.2018 wird Doktor Daniele Ganser kritische Fragen zur allgemeinen Weltdeutung vorbringen, um damit die Lügen der nato-gesteuerten Systempresse zu entlarven.

Degegen regt sich Widerspruch: ATTAC Erfurt, der AntiRa Campus Erfurt, die Antifaschistische Koordination Erfurt, Jusos und GRÜNE Jugend, das Biko, Martina Renner, die Falken Erfurt und der Infoladen Sabotnik fordern die Absage der Veranstaltung, weil sie seine Ausführungen nicht nur für verschwörungstheoretischen Unsinn, sondern auch für gefährlich halten — weil durch Verschwörungstheorien die Bereitschaft, mit einfachen Antworten Sündenböcke für gesellschaftliche Prozesse zu beschuldigen zunehme, was „nicht nur zur Verdummung, sondern auch zur Faschisierung der Gesellschaft“ beitrage. Ein ungeheurer Vorwurf. Was steckt dahinter? Wer hat ein Interesse daran, den sehr guten Wissenschaftler Dokotor Daniele Ganser zu diskreditieren? Ist es womöglich der Thüringer Verfassungsschutz? Professor Doktor Mikael Elofsson, Dekan der renomierten schwedischen Hochschule von Umeå, will dem zumindest nicht widersprechen. Dieselben Akteure waren 2016 schon gegen die EnDgAmE-Friedensdemonstration aufgetreten — auch diese wurden sowohl von links wie auch vom Verfassungsschutz als nazistisch diffamiert. Alle kommen aus Erfurt — wie der Thüringer Verfassungsschutz. Treffen sie sich vielleicht jeden Sonntag um 14 Uhr beim Andreaskavalier in Erfurt? Sind hier finanzielle Mittel geflossen? Welche Rolle spielt Helmut Roewer? Wir stellen nur Fragen. Niemand will behaupten, Jusos und GRÜNE Jugend, ATTAC, der AntiRa Campus Erfurt, die Falken, die antifaschistische Koordination Erfurt, der ominöse Infoladen, Martina Renner und der Verfassungsschutz würden unter einer Decke stecken. Andererseits lässt es sich auch nicht widerlegen. Machen Sie sich also selbst ein Bild, auf http://ganserabsagen.wordpress.com oder mit qualifizierten Kommentaren im oder vor dem DASDIE am 20.9.2018.

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Alle Menschen, die ein bess‘res Leben wünschen, soll‘n sich einloggen http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/13/alle-menschen-die-ein-bessres-leben-wuenschen-solln-sich-einloggen/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/13/alle-menschen-die-ein-bessres-leben-wuenschen-solln-sich-einloggen/#comments Mon, 13 Aug 2018 11:26:33 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/13/alle-menschen-die-ein-bessres-leben-wuenschen-solln-sich-einloggen/ 1981 veröffentlichten die BOTS den Soundtrack zur westdeutschen Friedensbewegung: „Alle Menschen, die ein bess‘res Leben wünschen, sollen aufstehen“. Gegen die Startbahn West, gegen Berufsverbote, Polizeigewalt und Atomraketen gingen zehntausende auf die Straße, die Band bezog sich auf diese heterogenen Bewegungen. Auch 2018 gehen zehntausende auf die Straße, gegen Nazis, gegen den G20, gegen Abschiebung und die Kriminalisierung der Seenotrettung. Das aktuelle „Aufstehen“ von Wagenknecht und Lafontaine hat damit wenig zu tun. Es sieht eher so aus, als habe die außerparlamentarische Opposition das Vertrauen der Parteioberen verloren, weswegen letztere nun ihre eigene Bewegung gegründet haben. Das ist nicht der erste Versuch dieser Art: Schon Ende 2015 wurde aus dem politischen Umfeld der Thüringer Landesregierung mit der Kampagne „Mitmenschlich“ eine Art Bewegungssimulation in Gang gesetzt. Die Idee, den Schwung der Grenzöffnungen von 2015 zu verstärken, bevor die Reaktion einschlägt und (wie dann nach dem 1. Januar 2016 geschehen) den Diskurs wieder übernimmt, war gut. Leider geschah das zentral von oben geplant, und so musste es scheitern: Obwohl Verbände, Gewerkschaften und Parteien jede Menge Geld und Arbeitskraft in der Geschichte versenkt haben, kamen gerade mal 6000 Menschen auf den Domplatz — womöglich wären es mehr gewesen, wenn die lokale Bands bei Bratwurst und Modenschau ohne Politik aufgetreten wären. Weitergehendes Engagement, wie vollmundig angekündigt, fand nicht statt. Und so wird es auch mit „Aufstehen“ enden, ein paar Polit-, Kultur- und Marketing-Profis tun so, als wären sie wahlweise die neue APO oder „der kleine Mann“, bedienen ein paar Resentiments, was der PDL am Ende 0,7% Wähler vom rechten Rand bringt und 0,7% vom linken Rand kostet. Aber: Es werden Arbeitsplätze und innovativer Social-Media-Content geschaffen. Ein Glück.

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Aufruf: Schluss mit dem Neonazi-Festival „Eichsfeldtag“ in Leinefelde! http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/07/1360/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/07/1360/#comments Mon, 06 Aug 2018 22:00:38 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/07/1360/ Wir zeigen uns solidarisch mit dem Bündnis „Es reicht. Schluss mit dem Neonazi-Festival in Leinefelde” und möchten euch ermutigen, euch der Gegendemonstration zum „Eichsfeldtag“ anzuschließen.

Das Bündnis hat für den 1. September ab 14:30 Uhr eine Gegendemonstration am Bahnhof Leinefelde angemeldet. Im Fokus der diesjährigen Proteste steht laut Paula Schuchardt, Pressesprecherin der Gruppe Association Progrès, die Kritik am Eichsfeldtag als Teil einer „andauernden rechten Erlebniskultur” in Thüringen. Anders als in den Jahren zuvor ginge es dem neuen Bündnis nicht darum, Neonazis ausgerechnet hier nicht haben zu ­wollen. „Wir stellen uns nicht hin und sagen: Das Eichsfeld ist kein Ort für Neonazis. Das Eichsfeld ist momentan ein idealer Ort für Neoazis, nicht zuletzt, weil die Stadt Leinefelde ihnen immer noch Tür und Tor öffnet. Uns geht es deshalb auch um den Kontext der Veranstaltung im rechten Netz Thüringens.”

Es reicht! Neonazistrukturen müssen konsequent ihre letzten Möglichkeiten zum Überleben genommen werden, egal ob in Leinefelde, Themar oder anderswo!

Zum ausführlichen Aufruf mit Materialsammlung etc. geht es hier.

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Hinweis: Radio-Feature zu Polizeigewalt http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/01/hinweis-radio-feature-zu-polizeigewalt/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/01/hinweis-radio-feature-zu-polizeigewalt/#comments Wed, 01 Aug 2018 12:52:18 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/08/01/hinweis-radio-feature-zu-polizeigewalt/ Wir möchten euch auf dieses inhaltlich interessante Feature des Deutschlandfunks zum Thema Polizeigewalt aufmerksam machen.

Hier zwei Auszüge:

Maria Scharlau (Amnesty International): „Es gibt nur in einem kleinen Bruchteil der Verfahren dann am Ende auch eine Anklage, natürlich werden noch weniger Polizisten auch verurteilt, nicht jede Anklage führt ja zu einer Verurteilung.

Als Beispiel: In Berlin wurden 2016 386 Verfahren wegen Körperverletzung im Amt eingeleitet, und es kam zu einer Verurteilung. Und man muss dazu sagen: Diese Zahlen der Verfahren und der Anzeigen, wenn man die hätte, sind auch nur bedingt aussagekräftig, da wir von einem sehr großen Dunkelfeld ausgehen! Das Risiko, eine Gegenanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu bekommen, das Risiko ist sehr groß! Das ist schon fast ein Automatismus.“

Autorin: „Und bei Nicht-Polizisten ist die Anklage und Verurteilungsquote eine deutlich andere: etwa jeder vierte, der von der Polizei wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt wurde, wurde auch verurteilt. Das belegen Zahlen aus dem Jahr 2013. Und im Jahr 2017 gab es an dieser Stelle auch noch eine empfindliche Strafverschärfung.“

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Versandhandel Sabotnik: »Die Krake«, Nr. 12 und G20-Broschüre http://sabotnik.blogsport.de/2018/07/31/versandhandel-sabotnik-die-krake-nr-12-und-g20-broschuere/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/07/31/versandhandel-sabotnik-die-krake-nr-12-und-g20-broschuere/#comments Mon, 30 Jul 2018 22:03:21 +0000 Administrator Allgemein Buchbestand http://sabotnik.blogsport.de/2018/07/31/versandhandel-sabotnik-die-krake-nr-12-und-g20-broschuere/ Neu erschienen ist die 12. Ausgabe der »Krake« und eine umfangreiche G20-Broschüre. Beides gibt es bald im Infoladen zu lesen. Wer eigene Hefte haben möchte, kann uns bis zum 5. August eine Mail schreiben — wir bestellen gerne weitere Exemplare mit.

Cover der Krake»Die Krake« ist — so die Herausgeberin Gwendolin in einem Interview bei Linksnet — ein »feministisches Untergrundheft zum Thema alternative Beziehungsformen mit lesbischem Schwerpunkt, ein Forum für alle, die das Leben jenseits des Paares interessiert z.B. in Freundinnennetzen, nichtmonogamen Beziehungen, Kommunen, als glückliche Solistin«. Seit 12 Jahren bietet das Zine Erfahrungsberichte, Rezensionen, Kommentare, gesellschaftstheoretische Analysen, Comics und Geschichten über verschiedene Varianten, in der alltäglichen Beziehungsführung Normen zu überschreiten und gegenhegemoniale Strukturen aufzubauen. Dabei geht es um die aktuell populäre Polyamory, aber auch um viele weitere Formen alternativer Beziehungsführung. Gerade ist die 12. Ausgabe für 1-2€ erschienen.

Cover G20-BroschüreEbenso gerade erschienen ist eine Broschüre zur Dokumentation der Aktionen anlässlich des G20-Gipfels im letzten Jahr in Hamburg. Sie enthält eine umfangreichen Materialsammlung zu den vielfältigen Protesten sowie deren Folgen und der politischen Aufarbeitung der Ereignisse. Ergänzend zu der Broschüre sind auf den eingelegten DVDs zahlreiche Daten mit Aufrufen, Flugblättern, Plakaten, Fotos, Zeitungsberichten u.v.m. sowie fünf Stunden Videomaterial zu sehen. Was im Archiv einen ganzen Aktenordner füllt, ist damit auf 120 Seiten zusammengefasst. Die Broschüre kostet 8€.

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250 bei Kundgebung für sichere Häfen in Erfurt http://sabotnik.blogsport.de/2018/07/23/250-bei-kundgebung-fuer-sichere-haefen-in-erfurt/ http://sabotnik.blogsport.de/2018/07/23/250-bei-kundgebung-fuer-sichere-haefen-in-erfurt/#comments Mon, 23 Jul 2018 09:28:07 +0000 Administrator Allgemein http://sabotnik.blogsport.de/2018/07/23/250-bei-kundgebung-fuer-sichere-haefen-in-erfurt/ Rund 250 Menschen haben heute in Erfurt unter dem Motto »Seebrücke – Schafft sichere Häfen« gegen die mörderische Abschottungspolitik der Festung Europa demonstriert. Mit Musik- und Redebeiträgen, auf Transparenten, Schildern und mit Straßenkreide brachten die Demonstrant_innen auf ganz unterschiedliche Weise Unverständnis und Wut über das Sterben im Mittelmeer zum Ausdruck. Ein längerer Beitrag der Refugee Law Clinic rief zur Beteiligung an der Welcome-United-Parade am 29.9. in Hamburg auf. Verschiedene Parteipolitiker_innen hielten engagierte Reden gegen die rassistischen Zustände. Die Frage, ob parlamentarische Auseinandersetzungen dazu geeignet sind, das Sterben zu beenden, konnten sie nicht beantworten. Dass der beiläufig zur Kenntnis genommene Mord nicht nur im Mittelmeer geschieht, sondern auch in Thüringen, wurde in einem Redebeitrag des Break-Deportation- Netzwerks (siehe unten) deutlich, die Verknüpfung bundesdeutscher politischer und ökonomischer Intessen mit Flucht und Migration in einem Beitrag der ATTAC-Ortsgruppe Erfurt (siehe ganz unten). Angesichts tausender Toter bleibt aber auch danach vor allem Ratlosigkeit über die angemessene Reaktion.


Bühe mit Musikbeitrag


Immer noch aktuell: Die Mauer muss weg


Nazis morden, der Staat schiebt ab


Herz statt Hetze

Redebeitrag von Break Deportation

Viele Menschen sterben im Mittelmeer. Europa hat tödlichste Grenze auf der Welt. Deswegen schaffen es nur die wenigsten nach Europa und fast jede und jeder davon hat auf dem Weg Freund_innen oder Verwandte verloren

Aber auch die Menschen, die in Europa, in Deutschland, in Thüringen ankommen, sind ihres Lebens nicht sicher. Viele leben jeden Tag und jede Nacht in Angst vor Abschiebungen. Sie trauen sich nicht, in ihren Betten zu schlafen, weil sie Angst haben müssen, von den Fußtritten deutscher Polizist_innen zu erwachen. Passiert ist das erst diese Woche einer Familie in einem Lager in Obermehler bei Mühlhausen. Sie wurden am Dienstag abgeschoben.

Wie Angst und Terror in Thüringen aussieht, wissen insbesondere geflüchtete Menschen aus Apolda zu berichten. Wer Pech hat. dort leben zu müssen, erfährt auf die Spitze getriebene Ausgrenzung und Schikane. Wozu das führen kann, haben wir erfahren, als wir Anfang des Jahres von dem erweiterten Suizid einer jungen eritreischen Frau in Apolda gehört und auch in den Medien gelesen haben.

Jedoch ist mittlerweile ein weiterer Toter zu beklagen. Faraidun Salam Aziz war 38 Jahre alt. Er ist am 01.05.2018 zwichen 3 und 4 Uhr morgens durch den Sturz aus einem Fenster im 4. Stock eines Lagers für Geflüchtete in Apolda gestorben. Er war vor 10 Jahren aus dem Irak/Kurdistan nach Deutschland geflohen und wohnte seit 8 Jahren in Apolda. Er lebte lange im Lager in der Angespanne 3. Dieses Lager war im letzten Jahr durch fast tägliche Polizeirazzien bekannt geworden. Faraidun Salam Aziz war als ein sehr freundlicher Mensch bekannt, der vielen Menschen geholfen hat. Zum Beispiel hat er oft kostenlos auf Ämtern und Behörden für andere Geflüchtete übersetzt. Außerdem war bekannt, dass er unter starken Depressionen litt. Die Behörden in Apolda terrorisierten ihn, indem sie ihm eine Residenzpflicht auferlegten. Er konnte Apolda nicht ohne Erlaubnis der Behörden verlassen. Sie zahlten ihm sein Geld außerdem nicht monatlich, sondern wöchentlich aus. Er durfte keine Arbeit suchen.

Wir wissen nicht genau, wie er gestorben ist, aber wir sind sehr traurig und wütend, dass ein weiteres Leben in Apolda so dramatisch enden musste. In diesem Todesfall gibt es bisher ein großes Schweigen von Seiten der Behörden, der Polizei und der Medien.

Damit muss Schluss sein! Denn jedes Leben ist bedeutsam und weil wir in Solidarität zusammen stehen und kämpfen wollen, wollen wir auch nicht Schweigen über die Menschen, die wir verlieren.

Wir demonstrieren heute hier genauso gegen das Sterben im Mittelmeeer, wie das Sterben in Thüringen. Wir – das sind Aktivist_innen aus Erfurt, Jena und Apolda von den Gruppen breakdeportation und The Voice Refugee Forum. Wer mehr über unsere nächsten Schritte erfahren möchte, kann sich an mich wenden oder sich auf unseren Homepages informieren.

Aber auch wenn ihr in euren Kontexten antirassistisch tätig sein wollt: Vergesst nicht das Unrecht, dass direkt vor unserer Haustür geschieht: Geht den Thüringer Behörden auf die Nerven, versteckt Geflüchtete, verhindert Abschiebungen.
Gegen das Sterben im Mittelmeer und in Thüringen!

Redebeitrag der ATTAC-Ortsgruppe Erfurt

Ich bin Maria und spreche für die hiesige Ortsgruppe des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac.

Es freut mich sehr, dass wir alle heute zusammen hier sind. Ich habe lange nach Worten für diesen Redebeitrag gesucht – und eigentlich würde ich lieber schweigen – über 1400 Minuten lang – was in etwa ein ganzer Tag ist – um all der Menschen zu gedenken, die in diesem Jahr auf ihrer Flucht aus Afrika nach Europa im Mittelmeer ertrunken sind.

Ich hoffe, dass dafür noch Zeit ist und das ihre Angehörigen die Möglichkeit bekommen, angemessen um die Verstorbenen zu trauern und sie zu beerdigen. Aber heute müssen wir reden und unsere Stimme erheben: wir alle müssen uns mit sofortiger Wirkung dafür einsetzen, dass keine weiteren Menschen im Mittelmeer sterben. Seenotrettung ist ein Menschenrecht. Wir haben die Ressourcen und die Pflicht, dieses Recht praktisch und politisch umzusetzen. Da gibt es keine Frage – das ist jetzt unsere Aufgabe; dass ist das, was wir jetzt fordern und ermöglichen müssen. Seenotrettung ist öffentliche Daseinsvorsorge, welche die EU wahrnehmen muss – bedingungslos. Zumindest sollte sie den NGOs und Freiwilligen freie Hand lassen, wo ihre Rettungsstrukturen nicht oder nicht mehr vorhanden sind. Und nicht deren Arbeit aktiv behindern.

Und wenn das passiert ist und die Fluchtwege für alle Menschen sicher sind – dann können wir uns voll und ganz der Frage widmen, warum Menschen überhaupt ihre Heimat verlassen und fliehen müssen und wollen.

Im Sinne eines guten Lebens für Alle und internationaler Solidarität können wir – in Deutschland, der EU und darüber hinaus – dann fragend die nächsten großen Schritte wagen. Wir können uns z.B. endlich damit beschäftigen,…

  • wie wir unsere Handelsbeziehungen mit dem Rest der Welt gerecht – miteinander statt gegeneinander gestalten – und somit der neoliberalen Agenda, die diverse Konzerninteressen über die Bedürfnisse von Mensch und Natur stellt, ein Ende bereiten.
  • Wir könnten uns damit beschäftigen, wie wir unsere Übernutzung fossiler Energien zurückschrauben, damit
    Menschen in den Ländern des globalen Südens nicht noch mehr unter den Folgen des Klimawandels leiden müssen.
  • Oder wir könnten uns damit beschäftigen, wie wir unsere Rüstungsexporte in Spannungsgebiete schnellstmöglich einstellen und deutsche Firmen wie Rheinmetall und Heckler & Koch für ihre Mithilfe an Kriegsverbrechen zur Rechenschaft ziehen.

Und wenn viele dieser und weiterer zerstörerischer Faktoren der Vergangenheit angehören – dann haben hoffentlich alle Menschen weltweit die Möglichkeiten, ihr Leben selbstbestimmt und in Freiheit zu verbringen – jenseits von nationalen Grenzen und wirtschaftlichen Zwängen. Das wäre eine mögliche Vorstellung für die Zukunft. Die aktuell betriebene, europäische Abschottungspolitik verfolgt andere Ziele und ignoriert mutwillig grundlegende
Menschenrechte.

Wie könnte eine grundsätzlich andere Politik aussehen? Ich weiß es selbst nicht so genau. Aber ich weiß, dass wir sie wagen müssen für uns und für alle, die auf der Flucht sind. Mir ist nicht klar, wie unter den aktuellen Bedingungen eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Grundfragen von Flucht
und Migration geschehen soll. Das wäre gerade meine drängendste Frage an die politischen Entscheidungsträger*innen und wie so viele wichtige Fragen – wird wohl auch diese unbeantwortet bleiben.

Jetzt ist es an uns, diesem unmenschlichen und sinnlosen Machtgehabe mit Offenheit, Liebe, Entschlossenheit und Mut entgegen zu treten. In diesem Sinne – orange war schon immer unsere Farbe.

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