Archiv der Kategorie 'Infoladen'

Uns gibts ab jetzt auf Twitter

Dass wir nicht jeden Trend mit machen – vor allem keine der sozialen Medien – ist für viele keine Neuigkeit. Das hat auch gute Gründe die immer wieder gut und treffend aufgeschrieben werden. Trotzdem haben wir uns dazu entschieden ab jetzt auch über Twitter unseren Unmut über die Verhältnisse zu verbreiten. Unser Ziel ist zum einen mehr Menschen zu erreichen. Ob das klappt wird sich zeigen. Zum anderen machen es turbulente Zeiten notwendig in kurzer Zeit möglichst viele Menschen erreichen zu können. Wir sind selbst gespannt wie das laufen wird!

In disem Sinn: Folgt uns @ilsabotnik

In eigener Sache

Die Zeit bis wir unsere neuen Räumlichkeiten beziehen können haben wir genutzt um unser Onlineangebot etwas aufzufrischen. Unseren Blog gibt es jetzt im neuen Schick. Doch darüber hinaus haben wir auch unsere Selbstdarstellung aktualisiert und den Tab „Projekte“ eingefügt. Dort findet ihr ab jetzt immer was wir als politische Gruppe gerade machen. An unserer Blogpolitik auf der Startseite und der Sammlung linker Termine für Erfurt und darüber hinaus hat sich aber nichts geändert. Wir hoffen es gefällt und machen jetzt schnell weiter mit den Kämpfen die gerade anstehen.

Über uns

Der Infoladen Sabotnik ist ein klassischer Infoladen und eine linksradikale politische Gruppe aus Erfurt. Einerseits könnt ihr in unseren Räumlichkeiten vorbeischauen. Dort gibt es offene Computer, eine Bibliothek mit Archiv, aktuelle linke/linksradikale Zeitungen und Zeitschriften, Flyer, Sticker und Plakate. Dazu gehören auch Infos und Materialien zu kommenden Veranstaltungen und Aktionen in Erfurt, mit regionalem Bezug und bundesweit. Ihr könnt hier Leute treffen, Kaffee oder Sterni trinken, lesen, die neuesten Infos abgreifen oder einfach nur abhängen.

Andererseits versteht sich der Infoladen als eine linksradikale Gruppe. Wir wollen durch linke Theorie und Praxis emanzipatorische Inhalte in die Breite tragen. Dazu organisieren wir Aktionen, Infoveranstaltungen und Lesungen, mobilisieren und mischen uns mittels Texten oder Aktionen in verschiedenste Themenfelder ein.

Umzug

Wir ziehen mit dem veto mal wieder um. Aus diesem Grund fallen bis auf weiteres unsere Öffnungszeiten aus. Treffen könnt ihr uns beim offenen Antifa Café, das vorerst an unterschiedlichen Orten stattfinden soll (kommenden Freitag im AJZ-Café). In den digitalen Sphären bleiben wir wie gewohnt erreichbar.

BürgerIn-Versammlung zu zukünftigem Heim für Geflüchtete – ein Rückblick

„Erfurt plant neue Unterkunft für Flüchtlinge in belebtem Viertel“ so schmierte es Timo Götz in die Thüringer Allgemeine. Flüchtlinge? Dazu noch in einem belebten Viertel? Skandal! Und so hielt es Sozial- und Kulturbürgermeisterin Tamara Thierbach für nötig in die Aula der Bechstein-Schule zur EinwohnerInnen-Diskussion über das Flüchtlingsheim, was im Haus nebenan demnächst eröffnet werden soll, einzuladen. Hier in der Hans-Sailer-Str. sollen 46 Flüchtlinge in 14 Wohnungen untergebracht werden.
Wie geht man da geschickt vor? Man weist zu Beginn erst einmal geflissentlich alle Verantwortung von sich: „Die Stadt kann es sich nicht aussuchen, ob sie Flüchtlinge aufnimmt“ so Thierbach. So muss man keine Stellung beziehen, so braucht man kein Rückgrat zeigen, nein man kann dankbar auf den Rechtsweg verweisen.
Natürlich ist es auch eine wichtige Aufgabe, den Flüchtlingen zu helfen, sich hier zurecht zu finden, Flüchtlingen „die vielleicht noch nicht mal wissen, wie man Straßenbahn fährt.“ Tamara Thierbach weiß das und hat Leute auf das Podium gesetzt, von denen die Hälfte aber gar nichts sagen wird. Als Publikum und FragestellerInnen haben sich um die 100 Menschen zusammengefunden.

Ralf Weber, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Magdeburger Allee, beschwert sich sogleich: „zu einer Willkommenskultur, dazu gehört auch eine Kommunikationskultur“ und bemängelt, wie andere Geschäftsleute auch noch, dass die Veranstaltung mit 17:00 Uhr viel zu früh für die arbeitende Bevölkerung angesetzt sei. Leute in ihren Geschäften hätten sich aufgeregt: „Wir kriegen ein Asylantenheim.“ und Keiner wußte davon.

Am Montag hatte es bereits eine Begehung des Hauses gegeben, worüber auch die Lokalpresse berichtete. Darin wurde eine Teilnehmerin zitiert mit den Worten:
„Wenn eine Familie aus Bayern hierher zieht, wird doch vorher auch keine Bürgerinformation gemacht.“ Nun meldet sich in der Diskussion ein älterer Mann aus dem Lärchenweg, ein Herr Rohr, und sagt hocherregt, dieser Vergleich mit den Bayern sei „infam“. Warum, das vermag er nicht zu beantworten. (mehr…)

Öffnungszeiten und neuer Ort

Gemeinsam mit dem veto und seinen vielen tollen Projekten sind wir nun erfolgreich in den Pa­pier­müh­len­weg 33 in Erfurt gezogen. Ab der nächsten Woche laufen dort die Öffnungszeiten wieder an. Uns trefft ihr immer Montags von 17 bis 20 Uhr. Die anderen Öffnungszeiten könnt ihr der Seite des veto entnehmen.

Wir sehen uns!

In eigener Sache

Jippie! Losgehts! Nach zwei Jahren Verweilen im virtuellen Raum hat der Infoladen Erfurt seit Anfang April wieder einen Ort. Im „Veto“ in der Trommsdorffstraße 5 steht seitdem ein großer Teil unseres Buchbestands. Das „Veto“ wird von einer ganzen Meute linker Kleingruppen und Einzelpersonen getragen. Unser Teil der Öffnungszeiten ist Montag 16-20 Uhr. Wir kochen Kaffee und werden wohl hin und wieder auch inhaltliche Angebote machen. Ansonsten gibt es im Veto „Vernetzung, Infos, Termine, Kennenlernen, Abhängen, Infoveranstal­tungen und Lesungen, offene Computer mit Internetzugang, eine Bibliothek, Zei­tungen und Zeitschriften, aktuelle Flyer und Plakate, T – Shirts, Buttons, Aufnä­her und vieles mehr.“

Gerne würden wir aktuelle linke Zeitungen und Zeitschriften auslegen, im Moment erlaubt das aber unsere Finanzlage nicht. Über geschenkte oder gespendete Abos würden wir uns also sehr freuen.

Ach ja: Weil wir so im Schwung des Renovierens waren, haben wir gleich noch die Infoladenseite neu angestrichen. Hier gibt es wie immer aktuelle Termine, Berichte, Kommentare, etc.

Auf baldiges sehen im Veto,
euer Infoladenteam

Was ist Sabotnik?

Wir arbeiten nun seit 1,5 Jahren erzwungenermassen im virtuellen Raum. Diese Arbeit besteht in der manchmal schleppenden, manchmal recht regelmäßigen Aktualisierung der Terminliste. Sie besteht darin, daneben speziell links(radikale) Aktivitäten zu bewerben. Sie besteht ausserdem darin, davon auch zu berichten und sie zu kommentieren. Manchmal besteht sie auch darin, wenigstens jemanden zu finden, der oder die einen Bericht schreibt.

Deshalb hat das zwar alles Hand und Fuss und wir bloggen nichts, was wir als Gruppe völlig bekloppt finden. Wir sind aber nicht und wollen auch nicht sein:

  • ein monolithischer politischer Block/Blog
  • die Ratgeberin für „wo’s lang geht“
  • eine neutrale Infobox

Aber deshalb veröffentlichen wir auch Arbeiterliederwochenenden, Naziangriffe, Antinationales und Antimilitaristisches, queer-feministisches. Deshalb üben wir auch scharfe Kritik an Aktionen, die wir gleichzeitig bewerben.

Das geht am besten in einer heterogenen Gruppe. Und mit Offenheit: Ein guter Teil unserer Beiträge stammt gar nicht aus unserer Feder, sondern wird uns zugetragen. Auch das finden wir gut. Und so sind wir nicht mit allem einverstanden, was die Genossinnen und Genossen so schreiben, wenn sie unseren gemeinsamen Zugang nutzen. Aber das wollen wir auch gar nicht anders. Und wir freuen uns, wenn sich Leute über uns ärgern. Zumindest manchmal.

(beschlossen, genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben: ZK des IL Sabotnik, 10.09. 2010)

23.9., 19.30 Uhr: Kapitalismus ist nicht Kapitalismus…

Um innerlinke Debatten voran zu treiben, wollen wir in unregelmäßigem Turnus zu Diskussionen einladen. Wir beginnen mit dem Thesenpapier „Kapitalismus ist nicht Kapitalismus – ist nicht Kapitalismus – ist nicht Kapitalismus“ von Kendra Briken, Sonja Buckel, Dietmar Flucke, John Kannankulam und Jens Wissel.
Nach dem »No way out?«-Kongress in Frankfurt Ende 2007 haben die AutorInnen sieben Thesen aufgestellt. Sie haben den begründeten Eindruck, „dass politische Erfahrungen und theoretische Erkenntnisse, die in den letzten Jahrzehnten im Kampf um Emanzipation gemacht wurden“ in der aktuellen Debatte „unberücksichtigt bleiben“ und wollen daher „zentrale Punkte in Form von Thesen festhalten, hinter die die kritische Debatte unserer Ansicht nach nicht zurückfallen darf“.
Diese zentralen Punkte sind:

  1. Werttheorie kann ein zentrales Verhältnis kapitalistischer Gesellschaften erklären, aber nicht »das Ganze«
  2. Recht, Staat, Ökonomie stehen in einem Trennungs-Verbindungs-Verhältnis
  3. Das Denken in Nebenwidersprüchen ist hoffnungslos überholt
  4. Unterschiedliche Kapitalismen erfordern unterschiedliche Formen des Kampfes
  5. Gegen theoretischen Größenwahn
  6. Kritische Theorie ist ohne empirische Sozialforschung nicht möglich
  7. Der Dualismus von Reform und Revolution ist Schnee von gestern

Die begründeten Thesen stehen hier als Text, DOC und PDF als Download bereit. Wir wollen das Papier lesen und diskutieren.

23.9.2008, 19.30 im Infoladen Sabotnik auf dem besetzten Teil des ehemaligen Topf&Söhne-Gelände

Eine Veranstaltung mit Unterstützung des Bildungskollektiv Biko und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen

Neuer Newsletter: Linke Termine in Erfurt und Umgebung

Ab 1.7.2008 bieten wir einen Newsletter für linke Termine in Erfurt und Umgebung an. Etwa ein mal im Monat kommt darüber eine Mail mit den gesammelten Terminen der nächsten Wochen. Wir haben den Anspruch, Erfurt und Umgebung möglichst komplett abzudecken, bundesweite Termine nehmen wir auf, wenn wir sie für besonders relevant halten.

Ihr könnt euch selbst anmelden, oder uns eine Mail senden: In den Newsletter eintragen