Archiv der Kategorie 'Antifa Recherche'

Morgen eröffnet neuer Nazitreffpunkt in Michaelisstraße

Wie die AKE berichtet eröffnet Morgen in der Michaelisstraße ein neuer Nazitreffpunkt. In einer Pressemitteilung heißt es:

Betreiberin der „kleinen Rock’n’Roll Bar“ in der Michaelisstraße ist Isabell Pohl, die bereits 1991 in die Neonaziszene eingestiegen war. Mit der „Aktive Frauen Fraktion” gründete die dreifache Mutter in den 1990ern eine der bundesweit aktivsten Frauenorganisationen in der extrem rechten Szene, die maßgeblich in der Organisation von Rechtsrock-Konzerten tätig war. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Baden-Württemberg zog Pohl 2004 zurück nach Erfurt, war bei der Kameradschaft „Freie Aktivisten Erfurt” führend aktiv und unterhielt enge Verbindungen zu anderen Neonazi-Kameradschaften in Thüringen. Weiterhin trat sie bei mehreren extrem rechten Aufmärschen und Kundgebungen als Rednerin auf. Noch im Oktober 2014 sympathisiert sie laut Facebook mit der Kampagne „Freiheit für Wolle“ und damit für den inhaftierten Neonazi Ralf Wohlleben, der momentan beim NSU-Prozess in München vor Gericht steht.

Veränderte Nazistrukturen in Erfurt

In einem heute veröffentlichten Artikel der Antifaschistischen Koordination Erfurt [AKE] wird über sich veränderte Nazistrukturen in Erfurt berichtet. Unter anderem hat sich der Verein „Pro Erfurt“ aufgelöst und mischen ehemalige Mitglieder nun in den Reihen der NPD mit. Außerdem betreibt der Erfurter Neonazi-Hooligan und Gewalttäter Enrico Biczysko seit kurzem unter der Adresse der Nazikneipe „Kammwegklause“ auf dem Herrenberg einen rechten Versandhandel unter dem Namen „Patriot“. Biczysko war 2008 unter anderen an dem Nazi-Überfall auf Punks und Alternative hinter der Krämerbrücke beteiligt.

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Nazistrukturen in Kahla


Pünktlich wenige Tage vor den geplanten Aktionen gegen das Nazi-Festival „Thüringentag der nationalen Jugend“ in Kahla wurde eine Recherche Website zur Naziszene in Kahla veröffentlicht. Die Seite bietet umfangreiche Informationen zu Gruppen und Personen der dortigen Naziszene die in zukunft auch in einer Broschüre abgedruckt werden sollen.

www.kahla-info.de

Chronik-Sonderseite zu Aktivitäten der Erfurter extremen Rechten

Die [ake] hat eine Chronik über die Aktivitäten der Erfurter extremen Rechten der vergangenen zwei Jahre erstellt und visualisiert.

Die Chronik beinhaltet Aufmärsche, Kundgebungen, Versammlungen, Veranstaltungen, Vorträge oder öffentliche andere Versammlungen sowie gewalttätige Übergriffe, Störungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und Hakenkreuz-Schmierereien. Die Chronik wird ständig aktualisiert und kann unter http://www.inventati.org/exchange/chronik/ eingesehen werden.

Weitere Infos bei der Antifaschistischen Koordination Erfurt.

Indymedia: 10 Jahre „Heldengedenken“ in Friedrichroda

Seit nun mehr 10 Jahren nutzen Thüringer Neonazis den Volkstrauertag um in Friedrichroda die faschistischen Täter von damals zu ehren. In den Abendstunden und bei Fackelschein geben sich NPD´ler und freie Kameradschafts-Nazis die Klinke in die Hand. Dieser mittlerweile etablierte Termin im Nazi-Eventkalender zog in den letzten Jahren um die 100 bis 150 Neonazis an.

Weiterlesen bei Indymedia. Infos zu den diesjährigen Protesten unter volkstrauertag-abschaffen.tk.

Radiobeitrag vom 22. Antira- und Antifaratschlag

Am vergangenen Wochenende fand in Gotha der 22. Ratschlag Thüringen in Gotha statt. Jana sprach mit einer der OrganisatorInnen, einer Workshopleiterin sowie einer Teilnehmerin:

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Naziübergriff am Dienstagabend

Wie die TLZ berichtet kam es Dienstagabend in der Allerheiligenstraße zu einem Naziübergriff auf eine Gruppe Studierende:

Erfurt. Mit dem mehrfachen Rufen von rechtsorientierten Parolen attackierte am Dienstagabend ein 19-jähriger Erfurter mehrere Studenten in der Allerheiligenstraße. Laut Polizei war der Angreifer zuvor einem 19-jährigen Studenten und einer 19 Jahre alten Studentin vom Fischmarkt bis zur Allerheiligenstraße gefolgt. Der aggressive Täter griff den jungen Mann an und trat nach ihm. (…)

Damit ist ein weiteres dunkles Kapitel der „Stadt der Vielfalt“ geschrieben. Ein Grund mehr also am Samstag den Frust raus zu lassen und dem Aufruf „Konsequent handeln gegen Nazis, Rassismus und staatliche Repression!“ Taten folgen zu lassen. Solidarität mit den Betroffenen von rechten und rassistischen Übergriffen!

Aufmarsch aggressiver Neonazis – Stadtverwaltung und Polizei behinderten antifaschistische Proteste

Gegen den Aufmarsch von etwa 80 Neonazis aus dem Spektrum der „Freien Kameradschaften“ und der „Autonomen Nationalisten“ aus Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie von Vertretern von „Pro Erfurt“ haben am 29. September 2012 etwa 100 Menschen in Erfurt demonstriert. Dabei wurde wieder einmal deutlich, dass die Stadt Erfurt kein großes Interesse daran hat, Aufmärsche von Neonazis selbst zu unterbinden und zu behindern oder wenigstens antifaschistischen Protest zu ermöglichen.

Weiterlesen bei [ake]. Bilder gibts bei Indymedia.

Antira-Campus: Rassistische Ausgrenzung durch Security im Cosmopolar

Die Antira-Campus-Gruppe berichtet über einen rassistischen Vorfall Anfang September im Cosmopolar: Am Eingang wurde ein Besucher mit Verweis auf seine türkische Staatsangehörigkeit abgewiesen. Der Vorfall fügt sich ein in die ganz normalen Erfurter Zustände. Der Flüchtlingsrat Thüringen hat in der Vergangenheit mehrmals darauf hingewiesen, das ein Disco-Besuch in Erfurt oft nur mit der richtigen Hautfarbe möglich ist. Mehr zu dem aktuellen Vorfall hier.