Archiv der Kategorie 'Antifa Recherche'

Die Täter des 11.01.2016

Am 11.01.2016 überfielen circa 250 Nazis, in einer im Vorfeld koordinierten Aktion, den als links-alternativ bekannten Leipziger Stadtteil Connewitz. Unter den, von den Cops im Nachgang, festgesetzten 215 Angreifern waren 23 Personen aus Thüringen, darunter 7 aus Erfurt.

Dank antifaschistischer Recherche kennen wir nun deren Namen und
Gesichter. Alle Recherche-Ergebnisse gibts hier hier.

PS: Danke an alle beteiligten Genoss*innen für die Recherche!

Die „Identitäre Bewegung“ in Erfurt


Die „Recherche Füchse Erfurt“ haben sich über die lokale Ortsgruppe der „Identitären Bewegung“ informiert und teilen uns ihre Erkenntnisse bei Indymedia Linksunten mit. Danke dafür!

Ende September und Oktober demonstrierte die Thüringer AfD mit rund 1.500 Menschen unter der Führung von Björn Höcke durch Erfurt. Neben den rassistischen Wutbürgern und einigen versprengten Neonazis trat auf der Demonstration auch eine Gruppe von Identitären auf. Es ist an der Zeit einen Blick auf die Erfurter Gruppe von Identitären zu werfen.

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150.000 € bei Rechtsrock-Konzert in der Schweiz – Geld landet auf Konto der Thüringer Neonazi-Szene

Am 15. Oktober 2016 fand in der Schweizer Region Toggenburg ein Konzert mit mehreren Tausend Neonazis statt, bei dem über 150.000 € durch Eintrittsgelder umgesetzt worden sein könnten. Beim Kartenvorverkauf wurde eine IBAN für Überweisungen verwendet, die zuletzt bei einem Neonazi-Konzert in Kirchheim (Thüringen) zum Einsatz kam.

Mehr bei Thüringen Rechtsaussen.

AfD mit Verbindungen zur extremen Rechten, Bürger für Erfurt und Infostände in der Erfurter Innenstadt

Während Lokalzeitungen mit Verweis auf den Thüringer Verfassungsschutz herausstellten, dass es keine Kontakte zwischen Thüringer AfD und der extremen Rechten gäbe, veröffentlicht Thüringen Rechtsaußen einen Artikel in dem 13 Verbindungen nachgewiesen werden.

Am 11. Juli 2016 titelte die Thüringer Allgemeine „Verfassungsschutz: Keine Kontakte der AfD zu rechten Szene“ und bezog sich auf die Thüringer Landesverband der AfD. Beobachter dürften sich verwundert die Augen gerieben haben: Wie kann eine Behörde, die die AfD gar nicht beobachtet, beurteilen, zu welchen Personen oder Organisationen diese eben keinen Kontakt hat und gibt es nicht gerade bei der AfD in Thüringen auffällig viele Verbindungen nach Rechtsaußen? Wir stellen hier nochmal 13 Beispiele vor, um die Existenz solcher Verbindungen zu untermauern.

Unterdessen macht die Erfurter AfD gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Bürger für Erfurt“ gegen einen möglichen Moscheebau in Erfurt-Marbach mobil. Die Initiative, die sich gegründet hat um gegen einen Moscheebau in Marbach zu wettern, freut sich auf Facebook, mit der Neurechten Initiative „Ein Prozent für unser Land“ vernetzt zu sein. In soetwas wie einer Selbstdarstellung schreiben sie „Erfurt soll keine multikulturelle Hölle werden, Erfurt muss deutsch bleiben.“ Sie wollen „Westdeutsche Zustände“ und eine „No-Go-Area“ in Erfurt verhindern. Weiter heißt es „Wir, die Bürgerinitiative „Bürger für Erfurt“, haben verstanden, dass der von oben herab geführte „Dialog“ der Kartellparteien keine Früchte tragen wird.“

Was hier in altbekannten rechten Phrasen daher kommt ist genau das: ein rechtes bis rechtsextremes Projekt, das den möglichen Neubau einer Moschee nutz, um nationalistisch und rassistischen gegen Menschen zu hetzen, die sie als nicht deutsch identifizieren. Die Zusammenarbeit von „Bürger für Erfurt“ mit der AfD könnte als einen weiteren Beleg für Kontakte der AfD mit rechtem bis rechtsextremen Klientel angeführt werden.

Dies sind nur weitere Gründe die von ihnen gemeinsam geplanten Infostände in der Erfurter Innenstadt nicht unwidersprochen zu lassen. Hier die Termine:

  • Freitag, 29.07., 09.00-18.00 Uhr, Angereck
  • Sonnabend, 30.07., 09.00-14.00 Uhr, Domplatz
  • Freitag, 05.08., 09.00-18.00 Uhr, Angereck
  • Sonnabend, 06.08., 13.30-18.00 Uhr, Domplatz
  • Freitag, 12.08., 09.00-18.00 Uhr, Angereck


Symbolbild

NPD Thüringen zerlegt sich weiter selbst: Biczysko wechselt zur Partei „Die Rechte“

Am 17. Juni 2016 verkündete die Neonazi-Partei „Die Rechte“ (DR) den Wechsel des ehemaligen NPD-Mitglieds und NPD-Stadtrates Enrico Biczysko in den DR-Kreisverband Mittelthüringen. Illustriert wurde der Artikel zum Parteiübertritt mit einem Bild von Michel Fischer, dem Landesorganisationsleiter und seit kurzem Beisitzer im DR-Bundesvorstand, und Biczysko selbst.

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Neonazi Hannjo Wegmann versucht sich als Kleinunternehmer

Der lange bekannte, in Erfurt aktive Neonazikader, Hannjo Wegmann versucht sich seit einigen Monaten in der Selbstständigkeit. Mit einem „Schnelltransportservice“ möchte sich der NPD- und ThüGIDA-Aktivist ein paar Groschen dazu verdienen. Dass Wegmann eben nicht nur der unsympathische Möbelpacker von nebenan ist, wollen wir im folgenden Artikel aufzeigen.

Weiterlesen bei Indymedia Linksunten.

Sascha Wühr: Umtriebiger und gewalttätiger Nazi aus Erfurt

Die „Recherche-Füchse-Erfurt“ informieren auf Linksunten über den aktiven Nazi Sascha Wühr aus Erfurt. Dabei haben Sie nicht nur interessante Hintergründe zu seiner Person veröffentlicht, sondern weisen ihm, anhand von Videoaufnahmen, einen Flaschenwurf auf GegendemonstrantInnen am 20. April in Jena nach.

Weiterlesen bei Indymedia Linksunten.

Antifa-Recherche zu „Volksgemeinschaft Erfurt e.V.“

Auf linksunten.indymedia.org sind Recherchen zum Erfurter Nazi-Verein „Volksgemeinschaft e.V.“ veröffentlicht worden. Der 2015 gegründete Verein hat im Plattenbau-Gebiet Süd-Ost eine Immobilie gemietet. Neben dem veranstalten von Konzerten machen die Nazis auf Sozialarbeiter und haben wohl regen Zulauf von Jugendlichen aus dem Viertel. Höchste Zeit mal genauer zu schauen, Wer die Organisatoren und was ihre Aktivitäten sind. Danke an die Verfasser*innen für diese wichtigen Infos!

„Rechtsrock-Saison“ in Thüringen

Die Nazi-Hooligan Band „Kategorie C/Hunrige Wölfe“ kündigt auf ihrer Homepage für heute ein „Ersatzkonzert in Thüringen“ an. Diese Ankündigung legt die Vermutung nahe, dass der Auftritt in der Erfurter Kammwegklause stattfindet. Bereits am 25. September vergangenen Jahres sollte die Band dort auftreten, sagte aber kurzfristig ab. Der Flachbau im Plattenbaugebiet Süd-Ost gilt seit Jahren als Nazitreffpunkt mit überregionaler Bedeutung. Antifaschist*innen haben bereits mehrfach (1,2,3) auf die zunehmende Aktivität von Nazis im Erfurter Südosten aufmerksam gemacht. Der Vermieter der Immobilie Manfred Stein rechtfertigt die Vermietung an organiserte Nazis, wie auch aktuell, mittels kapitalistischer Verwertungslogik und nutzt das Naziproblem als Druckmittel für dubiose Geschäfte mit der Stadtverwaltung. Die Forderung, Stein für seine Geschäfte mit Nazis „zur Verantwortung ziehen“, bleibt also auch 2016 aktuell.
Und weil es Nazibands in Thüringen besonders leicht gemacht wird aufzutreten, spielen KC am Samstag gleich noch einen Auftritt in Tommy Frenck’s Nazi-Gasthof in Kloster Veßra. Die „Rechtsrock-Saison“ in Thüringen ist also offiziell eröffnet.