Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Mini-Veranstaltungsreihe im veto: Back to the basics – Grundlagen linker Gesellschaftskritik

Im veto findet diese Woche der erste Teil einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe statt:

Workshop: Einführung in die Kapitalismuskritik
20.04.17 | 17.30 bis 20.30 Uhr | mit Franzi

Jeden Tag arbeiten gehen oder für Schule und Uni schuften, mit der Perspektive, seine*ihre Arbeitskraft zu verkaufen, weil man ohne Arbeit noch beschissener dran ist. Hungernöte und unfassbares Elend in der kapitalistischen Peripherie; in den Zentren des Kapitalismus erfrieren Menschen vor leerstehenden Wohnungen. In diesem Workshop wollen wir uns damit auseinandersetzen, wie die gegenwärtige Einrichtung der Ökonomie damit zusammen hängt. Dafür wollen wir uns anschauen, was Karl Marx als eben jenen analysiert und worin er das Problem dieser Gesellschaft sieht. Der Workshop ist für Einsteiger*innen gedacht und soll einen groben Überblick geben.

Vortrag: Staatskritik heute
11.05.17 | 18.30 Uhr | mit den Freunden und Freundinnen der klassenlosen Gesellschaft

Befreiung durch oder gegen den Staat? An der alten Frage scheiden sich bis heute die linken Geister. Den Staatssozialismus des Ostblocks wollen allenfalls DKP-Dinosaurier zurück. Hoffnungen in Linksregierungen, die Reformen gegen den »Neoliberalismus« durchführen und Basisbewegungen größere Spielräume verschaffen sollen, sind umso verbreiteter. Wenn das nicht klappt, waren widrige Umstände schuld: Beim nächsten Mal wird alles anders. Gegen solche Vorstellungen werden die Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft (Berlin) Grundzüge der materialistischen Staatskritik skizzieren und sie auf die aktuelle Situation beziehen.

Info- und Mobiveranstaltungen: Naziaufmärsche am 1. Mai

Wie in jedem Jahr versuchen Nazis aller Couleur den 1. Mai für sich zu vereinnahmen und planen diesmal gleich zwei größere Aufmärsche ganz in der Nähe. Der eine soll in Halle stattfinden, getragen von der Partei „Die Rechte“ und „autonomen Nationalisten“, der zweite in Gera, organisiert von der Splitterpartei „Der III. Weg“. Gegen beide Aufmärsche wird von aktiven Antifaschist*innen fleißig mobilisiert. Über die Hintergründe und geplanten Gegenaktionen informieren euch zwei Infoveranstaltungen die in den nächsten Tagen im veto in Erfurt stattfinden.

Donnerstag, 13. April, 19 Uhr, veto
Nazidemo in Halle? Nice to beat you!

Info und Mobiveranstaltung gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Halle.

Freitag, 21. April, 19 Uhr, veto
Antifa bleibt Landarbeit

Info- und Mobiveranstaltung gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Gera

Egal wo: Nazis entgegentreten!

Eröffnung und neue Öffnungszeiten!

Am kommenden Samstag, den 8. April, ist es soweit: Das VETO wird eröffnet und zugleich feiern das Stattschloß als auch Radical Print Geburtstag! Wir gratulieren und feiern mit!
Ab 15 Uhr gibt es ein vielgestaltiges Programm. Nähere Infos dazu findet ihr [hier]. Neben Musik, Verköstigung mit Küfa*, Cocktails und Zuckerwatte können Interessierte den neuen Infoladen-Raum kennenlernen. Bis Samstag wird der Raum noch einen Feinschliff erhalten, sodass dann wieder ausgiebig in aktuellen Zeitschriften und unserer Bibliothek gestöbert werden kann. Wer sich für linke Bewegungsgeschichte in Thüringen interessiert, kann im Archiv fündig werden.

Noch besser ist, dass wir ab Montag, den 10. April, wieder regelmäßige Öffnungszeiten anbieten können. Jeden Montag von 16 bis 18 Uhr könnt ihr auf Kaffee, Limo oder Bierchen vorbeischauen. Aktuelle Flyer und Infos sind selbstverständlich auch am Start.

PS: Seit neuestem könnt ihr auch eure alten Bandshirts für den guten Zweck spenden. Die Rote Hilfe Ortsgruppe Erfurt sammelt im VETO für den Verein Second Bandshirt, welcher die Shirts sortiert und online wieder verkauft. Die Spendenbox freut sich auf Futter.

Recherche zu „Bürger für Erfurt“

Auf der antifaschistischen Rechercheplattform Thüringen rechtsaussen sind heute erste Rechercheergebnisse zur rassistischen Initiative „Bürger für Erfurt“ online gestellt worden. Die Gruppe erlangte kürzlich bundesweit Aufmerksamkeit, nachdem sie Holzkreuze im Erfurter Ortsteil Marbach aufstellte, um damit gegen den geplanten Bau einer Moschee zu protestieren.

Beim Lesen der Ergebnisse zeigt sich deutlich, was bereits vermutet wurde: Hinter der bürgerlichen Fassade dieser Aktion stehen organisierte Rassisten und Ex-Neonazis in Zusammenarbeit mit der AfD. Der Protest vermeintlich besorgter Anwoher*innen vor einer imaginierten Islamisierung Marbachs dient lediglich als Deckmantel für die schon bekannte rassistische Hetze insbeondere gegen Muslim*innen, aber auch für Antisemitismus, Verherrlichung des NS sowie für Drohungen und Gewaltaufrufe gegen politische Gegner*innen und Politiker*innen.

Und da man mit solchen Gestalten nicht mehr diskutieren kann und/oder will, holen wir morgen zusammen mit Freund*innen das Holz aus Marbach ab und bauen damit etwas Sinnvolles, zum Beipspiel ein schönes Baumhaus eine Bar.

PS: Danke für diese oft mühsamen, aber enorm wichtigen Recherchen! We <3 th.ra!

Nazi schlägt wieder zu

Am Dienstag den 14.3. wurde ein Punk beim Schnorren am Anger von einem Nazi angegriffen und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Der Angreifer ist derselbe Nazi der auch in einem MDR-Bericht (ab Minute 05:40) zu Übergriffen auf Migrant*innen im Erfurter Rieth zu sehen war. Der politische Hintergrund des Täters dürfte, sowohl beim Angriff auf den Punk am Dienstag, als auch bei den Übergriffen auf Migrant*innen im Rieth, als Motiv zentral sein. Der ehemalige Leiter der Polizeiinspektion Erfurt-Nord Kay Knobloch sieht, dank polizeilichen Scharfsinn, die Sachlage hingegen anders und beichnet gewalttätige Nazis als „Individuen […] die […] geschürte Emotionen gegenüber ausländischen Mitbürgern aufbringen“ (ab Minute 05:00). Wenn Nazis also einen ganzen Stadtteil in Angst versetzen und regelmäßig Menschen angreifen, lassen sie also nur ihre, durch die Medien geschürten, Emotionen raus. Wir sagen, danke Polizei und helfen uns bei zukünftigen Angriffen selbst!

nazi

Egal ob ein oder 20 Ku-Klux-Klan Kreuze

Demonstrationsaufruf von ake

Erfurt 22.03., 17 Uhr am Parkplatz hinter dem Universitätsgelände (Schwarzburger Straße):
Antirassismus und Antifaschismus bleiben Handarbeit – wir bringen das KKK-Kreuz zu Fall

Rassist_innen von der Initiative „Bürger für Erfurt“ und Aktivist_innen der extrem rechten Initiative „EinProzent“ haben im Erfurter Stadtteil Marbach ein Ku Klux Klan-Kreuz errichtet. Das Holzkreuz steht seit dem ersten Märzwochenende in unmittelbarer Nachbarschaft des Baugrundstücks der geplanten Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde.
Wie bereits der Marbacher Pfarrer Ricklef Münnich erklärte, handelt es sich bei dem Kreuz um kein Symbol des christlichen Glaubens. Die Evangelische Kirche Erfurt-Eisenach und das katholische Bistum Erfurt bekräftigten dies.

Das Kreuz ist vielmehr das langjährige Symbol des rassistischen Ku Klux Klans (KKK), der damit seit fast 100 Jahren Angst und Schrecken verbreitet. Es ist das Symbol eines weißen Rassismus und seiner Lynchpraxis. Um die mit diesem Symbol errichtete Drohkulisse zu erkennen, braucht das Kreuz nicht erst zu brennen.

Die Stadt Erfurt sieht nach eigenen Angaben keinen Grund, gegen das rassistische Holzkreuz vorzugehen, auch wenn städtische Lippenbekenntnisse und Plakate mit dem städtischen Wappen und dem Slogan „Gegen Rechts ist Logo“ anderes erwarten ließen. Wir wissen: Antifaschismus bleibt Handarbeit – und rufen dazu auf, das KKK-Kreuz zu Fall zu bringen. Dies wollen wir mit einer Demonstration am 22.03. bekräftigen, die um 17 Uhr am Parkplatz hinter dem Universitätsgelände (Schwarzburger Straße) startet. „Alles muss man selber machen“ – und das gründlich.

Welcome DISSENS – Neue Antifa Gruppe in Erfurt

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass es in Erfurt eine neue aktive Antifa Gruppe gibt. Auch hier sagen wir „Herzlich willkommen!“ und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Support your local Antifa! Schaut mal vorbei unter dissens.noblogs.org.

Welcome Ak40 – neuer selbstverwalteter Raum in Suhl!

In Südthüringen gibt es ein neues linkes Projekt namens AK40, welches wir „Herzlich willkommen!“ heißen wollen in den Unwegbarkeiten der infrastrukturellen Arbeit, die so ein Raum mit sich bringt. Wir hoffen, dass dort das ein oder andere Bierchen in angenehmer Atmosphäre getrunken werden kann, aber auch Vorträge und Konzerte nicht zu kurz kommen. Die Ankündigung auf der Termine-Seite (siehe Bild) verrät, wer sich so alles fernhalten soll, was erahnen lässt, dass es in Suhl nun endlich wieder einen linken selbstverwalteten Raum mit klaren Ansagen und Positionen gibt!
Zuletzt teilten verschiedene Akteure der Region mit „Wir sind raus.“ und begründeten in einer ausführlichen Stellungnahme, warum sie ihre Mitgliedschaft im Verein des Grünen Hauses in Suhl aufgaben. In der Frage des Umgangs mit Nazis, Grauzone und Sexismus unterlagen die progressiven politischen Kräfte. Das Grüne Haus Suhl hat sich damit für viele Menschen erledigt, wer will schon mit Thügida-Teilnehmer*innen, Nazis oder Oi-Mackern rumhängen? Umso erfreulicher ist es für die Region, dass das AK40 nun eröffnete.
Am vergangenen Freitag wurde die „Molotow-Bar“ eingeweiht, die KüfA Suhl bereitete veganes Essen und Popcorn soll es zum Überraschungsfilm auch gegeben haben. Ein Punk-Konzert mit Kommando Schimmelkotze und Abserviert ist für den 25. März angekündigt.

In diesem Sinne: Wir sehen uns in Suhl!

„Marbacher Kreuze“ erneut umgelegt

Laut einem Bericht von thüringen24.de wurden, in der Nacht zum Freitag, die von der rassistischen Bürger*innen-Initiative „Bürger für Erfurt“ (Infos hier,hier) in Marbach aufgestellten Kreuze erneut gefällt.
Das erste Kreuz, welches am Samstag (4.3.17) auf einem Acker neben dem künftigen Bauplatz einer Moschee errichtet worden war, wurde bereits in der Nacht zu Sonntag wieder eingerissen.
Daraufhin versammelten sich am Sonntag erneut Mitglieder von „Bürger für Erfurt“ stellten das Kreuz wieder auf und errichteten gleich ein zweites kleineres Kreuz. Vergangene Nacht wurden beide Kreuze erneut eingerissen. Laut Berichten werden die Kreuze wieder aufgestellt.

Seit bekanntwerden, dass in einem Gewerbegebiet am Rand von Marbach eine Moschee gebaut werden soll, kommt es immer wieder zu Aktionen von Rassist*innen aus Marbach, AfD-ler*innen und Identitärer Bewegung.

Gegen die Zustände in Marbach ruft die [AKE] am 22.03. zur Demo auf, unter dem Motto „Antirassismus und Antifaschismus bleiben Handarbeit – wir bringen das KKK-Kreuz zu Fall“. Treffpunkt ist 17 Uhr am Parkplatz hinter dem Universitätsgelände (Schwarzburger Straße).

Chronik von Th24

Marbacher Kreuz Foto: Jan-Henrik Wiebe/Thüringen24