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#WeNeverForgetOuryJalloh – Initiative ruft für den 07.01. zu dezentralem Gedenken auf

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh ruft in diesem Jahr (16 Jahre nach der Ermordung Oury Jallohs durch deutsche Polizist_innen) auf Grund der COVID-19-Pandemie zu dezentralen Gedenken am 07.01.2021 auf. „Mit lokalen, selbstorganisierten Aktionen – kollektiv oder einzeln – je nach Umständen und Möglichkeiten unter #WeNeverForgetOuryJalloh wir alle gemeinsam unserem ermordeten Bruder Oury Jalloh und unseren Geschwistern gedenken.“

Wir fordern Aufklärung und Konsequenzen des Oury Jalloh-Komplexes! Wir gedenken den in Dessau Ermordeten: Oury Jalloh, Hans-Jürgen Rose und Mario Bichtemann. Sowie Alberto Adriano und Yangjie Li.

„Wir wollen auch all unseren Geschwistern gedenken, die in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt durch rassistisch motivierte Gewalt von Polizei und Nazis umgebracht worden, von Justiz und Staat entehrt und unterdrückt und von einer schweigenden Masse an Zivilbürger:innen in Deutschland vergessen werden.“

Haltet die Fälle in der Öffentlichkeit. Kämpft für deren Aufklärung und gegen das mörderische System, dass die Täter*innen deckt und die Opfer bzw. Betroffenen kriminalisiert.

Neben den dezentralen Aktionen wird eine Demo in #Dessau stattfinden. Diese beginnt 14 Uhr mit einer Kundgebung am Hauptbahnhof, anschließend gibt es eine Demo zum Polizeirevier. Von dort gibt es ab 15 Uhr einen Livestream: https://www.twitch.tv/daswarmord

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sammelt außerdem Fotos, Videos etc. der dezentralen Aktionen:

“ 1. Bitte veröffentlicht Fotos/Videos eurer Aktion möglichst zeitnah auf euren sozialen Medien sowie unter den Hashtags: #WeNeverForgetOuryJalloh bzw. #Oury Jalloh !

Bitte schickt uns eure Fotos/Videos bestenfalls über WeTransfer (https://wetransfer.com/)möglichst schnell an unsere Mailadresse: direkt nach Dessau, damit wir diese zwischen 15 und 16:30 Uhr mit einem Beamer an das Polizeirevier projizieren können !

Falls euch dieses nicht möglich ist, weil eure Aktion z.B. erst am Abend stattfinden wird, schickt und uns bitte trotzdem im Anschluss alle eure Fotos/Videos, die ihr veröffentlicht sehen möchtet, damit wir diese dann auf unseren sozialen Medien zusamentragen und verbreiten können !

Hier nochmal eine Übersicht zu den uns bislang bekannten Aktionen für den 7.1.2021

https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/
KUNDGEBUNGEN am 7.1.21 / Aufruf / Karawane Wuppertal

Falls eure Aktion noch nicht auf unserer Homepage steht, bitte schreibt uns eine Mail oder meldet euch über Facebook.“

Informationen findet ihr bei der Intiative in Gedenken an Oury Jalloh: https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Der WDR hat im vergangenen Jahr zudem eine Podcast-Reihe veröffentlicht, welche die Geschehnisse zusammenfasst. CN/ TW (Gewalt,Tod, Rassismus): Die Täter_innen, aber auch die Ermittlungsbehörden handelten grausam. Diese spiegelt der Podcast wider. https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-tiefenblick/oury-jalloh/index.html

Solidarity will win — gegen die Innenministerkonferenz in Weimar

Anlässlich der zweiten Innenministerkonferenz 2020 rufen wir zur Kundgebung „Solidarity will win“ auf. Auch wenn die Innenministerkonferenz (IMK) dieses Mal online stattfindet, wollen wir gemeinsam laut sein: Am Freitag den 11.12 demonstrieren wir ab 15:30 Uhr auf dem Theaterplatz in Weimar, wo die IMK ursprünglich stattfinden sollte.

Auf der IMK wird über Themen wie Innere Sicherheit, Polizei und Verfassungsschutz sowie Migration und Flucht diskutiert. Dieses Mal soll zum Beispiel wiederholt besprochen werden, ob Menschen nach Syrien abgeschoben werden können.

Das nehmen wir nicht hin! Denn wir haben es satt, dass 16 alte weiße Männer (und eine Frau) über Dinge entscheiden, von denen sie keine Ahnung haben. Wir sind wütend, weil täglich Menschen an den EU-Außengrenzen sterben, unter unhaltbaren Bedingungen in Lagern ausharren müssen, abgeschoben werden, Polizeigewalt erleben, unter Rassismus leiden und durch rechten Terror sterben müssen. Wir sind wütend, weil die Verantwortlichen zuschauen, sich wegducken, verschleiern und sich dafür auch noch auf die Schulter klopfen.

All dem setzen wir am Freitag klar und deutlich etwas entgegen und zeigen, was Solidarität bedeutet:

Grenzenlose Solidarität für die Rechte von Geflüchteten und Migrant*innen
Humanitäre Flüchtlingspolitik kennt keine Abschiebung! Gemeinsam solidarisch wenden wir uns gegen eine Politik, die auf Abschottung und Abschiebung setzt. Jede Abschiebung ist ein Verbrechen, egal ob während einer Pandemie oder nicht. Jede Abschiebung ist ein Verbrechen, sei es nach Italien, nach Syrien, Afghanistan oder in Länder des Westbalkan! Wir fordern: Bleiberecht statt Abschiebung!

Schutzsuchende an den Europäischen Außengrenzen aufnehmen! Gemeinsam solidarisch sagen wir: Wir haben Platz und fordern die sofortige Aufnahme von Schutzsuchenden aus Griechenland und anderen Ländern an den EU Außengrenzen, eine Auflösung aller Lager und die dezentrale Unterbringung von Schutzsuchenden!

Uneingeschränkte Solidarität mit allen Menschen, die von Rassismus und rechter Gewalt betroffen sind.
Für eine Politik gegen Rassismus! Gemeinsam solidarisch fordern wir, dass gegen jegliche Form von alltäglichen und institutionellem Rassismus vorgegangen wird. Wir fordern die lückenlose Aufklärung von rechten Übergriffen, Morden und Terror. Das Wegducken von Verantwortlichen und das Verschleiern von rechten Straftaten muss ein Ende haben. Wir fordern, dass ein Umfeld geschaffen wird, in denen sich alle Menschen sicher vor Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass fühlen können. Say their Names!

Bedingungslose Solidarität mit Menschen, die von Polizeigewalt betroffen sind
Für einen Systemwandel und gegen die Kriminalieriung von Klimabewegungen! Gemeinsam solidarisch fordern wir einen Stop des brutalen Einsatzes der Polizei im Danneröder Forst sowie einen sofortigen Rodungsstopp. #dannibleibt

Polizeigewalt ist kein Einzelfall! Immer wieder kommt es zu Machtmissbrauch durch Polizist*innen, zu brutalem Vorgehen gegen friedlich Demonstrierende,Vergewaltigungsfällen wie in Gotha, Gewalt gegen wohnungslose Menschen oder Verstrickung in rechtsextreme Netzwerke. BiPOC sind mit rassisitischen Polizeikontrollen konfrontiert oder werden im schlimmsten Fall (in Haft) ermordet. Wir nehmen das nicht länger hin! Wir haben ein flächendeckendes Polizeiproblem!

Gemeinsam machen wir unsere Forderungen an die Innenminister sichtbar und laut. Wir sagen: Solidarität muss für alle gelten – bedingungslos und von Anfang an. Denn niemand darf zurückgelassen werden!

Aufgrund der Corona-Pandemie bitten wir euch aufeinander acht zu geben: beachtet mindestens 1.5 Meter Abstand auf der Kundgebung und haltet die notwendigen Infektionsschutz-Regeln ein. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist auf unserer Veranstaltung Pflicht.

Initiator*innen: Abschiebestopp Thüringen * Adopt a Revolution * Alles Muss Man Selber Machen * ezra – Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen * Flüchtlingsrat Thüringen e.V. * Fridays For Future Weimar * Infoladen Sabotnik * Jugendliche ohne Grenzen * Klima Aktion Thüringen * Lager-Watch Thüringen * Move e.V. * Seebrücke Erfurt * Sprachcafé Erfurt * Syria Not Safe

Lirabelle 23 erschienen

Schon vor einigen Wochen ist die Lirabelle 23 erschienen. Auf Papier und online hier.

Hilferuf aus dem Danni!

Aus dem Danneröder Wald erreichte uns dieser Tage ein Hilferuf

Die Räumung des Dannenröder Waldes hat am 10.11 begonnen. Seit dem wird pausenlos gerodet. In der ersten Woche hat die Polizei sehr lange gebraucht und sind nicht sehr weit gekommen pro Tag. Was sich jedoch in der darauffolgenden Zeit Räumung drastisch verändert hat. Die Menschen hier haben nicht unendlich Kapazitäten und jeden Tag in einer Räumungssituation zu sein ist anstrengend und nicht auf die Dauer durch haltbar. Unter anderem auch weil es keine ruhigen momente gibt, und zum Beispiel rennen jeden Tag BFE ler in 5-20er Trupps durch den Wald, und viel zu oft können diese dass ungestört machen. Zusätzlich sind wir hier täglich mit massiver Polizeigewalt konfrontiert, und leider gibt es nur wenige Antworten darauf seitens der Aktivistis.

Wir müssen den Wald noch entschlossener verteidigen. Und endlich raus aus der Defensive in die Offensive!

Das konkrete Problem wieso sich das Tempo so verändert hat ist, das wir zu wenige Menschen sind. Es braucht neue Menschen die sich organisieren und Kleingruppen- oder andere Aktionen machen. Also kommt vorbei und seid kreativ!

Wir brauchen euch jetzt!

Falls ihr nicht die Möglichkeit habt vorbeizukommen, plant Aktionen bei euch in der Stadt und macht auf den Danni aufmerksam, damit alle sehen dass wir verdammt wütend sind und uns unsere Freiräume nicht kampflos nehmen lassen. Oder schreibt Menschen von der Presse an, damit der Wald mehr in die Medien kommt.

Es gibt Schlafmöglichkeiten in und außerhalb des Waldes. Außerdem ist die Möglichkeit da sammel Busse zu organisieren, und es gibt ne Mitfahrbörse auf Telegramm.
Zusammen machen wir diese Räumung zum Desaster!

Grüße aus dem Wald.

29,5. Antifaschistischer/Antirassistischer Ratschlag

Eigentlich sollte am kommenden Wochenende der 30. Antifaschistische/Antirassistische Ratschlag stafffinden, wegen Corona gibt es nur eine abgespeckte Online-Variante. Trotzdem bietet auch der 29,5. Ratschlag zahlreiche Workshops, Veranstaltungen, eine Lesung und sogar mehrere Mahngänge. Wir haben’s dieses Jahr aus Gründen der Überlastung nicht geschafft, uns aktiv zu beteiligen, bewerben aber mit dem größten Vergnügen die Veranstaltung: Nehmt teil, klickt euch rein (die Online-Veranstaltungen laufen über die freie Software Big Blue Button), und: wir sehen uns!

26.10.: Linke Einführungstage gestartet

Nicht nur die Corona-Infektionszahlen sind nun richtig durchgestartet, sondern auch die „Näli“– Nächste Ecke links – die alternativen Einführungstage in Erfurt haben in dieser Woche begonnen.

Aufgrund des verschobenen Wintersemesters sind auch die Näli in diesem Jahr etwas später dran. Es warten einige spannende Vorträge, Diskussionen und Stadtrundgänge. Aufgrund der aktuellen Situation verändern sich teilweise Formate, die erst noch in Präsenz stattfinden sollten. Am besten ihr haltet euch auf dem Laufenden. Auf dem Blog werden rechtzeitig alle notwendigen Informationen bekanntgegeben, sodass einer Teilnahme an den Online-Formaten nichts im Wege stehen sollte.

Wir freuen uns besonders auf Veranstaltungen, die das veto und „Alles muss man selber machen“ organisiert haben. Schaut mal:

Samstag, 31. Oktober
14 – 17 Uhr: Argumentieren gg rechts inkl. Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Positionen
18:30 Online-Vortrag mit Christine Kirchoff „Mit Rechten reden“

Mittwoch, 11. November
19 Uhr Online-Vortrag mit Daniel Poensgen „Einführung in die materialistische Staatskritik“

Freitag, 13. November
18 Uhr Online-Vortrag und Diskussion „Kein Freund und Helfer. Zur gesell. Bedeutung der Polizei“

Eine Abschlussparty wird es nicht geben, dafür die „Schnapseljagd“. Am Donnerstag, den 12. November, wird sich 17 Uhr am Tegut bzw Lutherdenkmal am Anger getroffen. Lasst euch überraschen!

Kommt gut in Erfurt, Kackstadt, an!

Recherche-Blog: K56 aufdecken

Seit Kurzem gibt es einen Rechere-Blog „K56 aufdecken“, der über Personen der Erfurter Nazigruppe „Kollektiv56″ informiert. Wir dokumentieren, die Pressemitteilung der Initiative und bedanken uns für die Recherche!

Nach Neonaziangriffen in Erfurt: Militantes Netzwerk aufgedeckt

Nachdem im Sommer mehrere Angriffe von militanten Neonazis in Erfurt für bundesweite und internationale Schlagzeilen sorgte, wurde nun durch antifaschistische Recherche ein militantes Netzwerk aufgedeckt. Dabei handelt es sich um die Erfurter Neonazigruppe „Kollektiv56“. Die Gruppe war bereits zwischen 2015 und 2017 aktiv und für eine Vielzahl an Angriffen auf politisch Andersdenkende, Geflüchtete und Migrant:innen verantwortlich. Zwar stellte die Gruppe offiziell ihre Aktivitäten 2017 ein, jedoch blieben ihre Akteure weiter aktiv. Eine Hauptfigur bildet dabei der Neonazi Michael Zeise, welcher in der Vergangenheit gute Kontakte zum NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben pflegte und Verbindungen zu internationalen rechtsterroristischen Netzwerken , wie beispielsweise die „National Action“ aus Großbritannien, hat.
Einer von ihnen, Tobias Zitzmann, schrieb in sozialen Netzwerken, die Gruppe sei weiter aktiv, halte nur die Füße still. (mehr…)

Abschiebealarm 12.10.: Sammelabschiebung in Balkanländer

In den letzten Wochen hat im Speziellen die Ausländerbehörde Erfurt viele Abschiebungen organisiert und durchgesetzt.Am 12.10. ist die nächste bundesweite Sammelabschiebung in Balkanländer geplant. Bitte leitet daher diese Information an potentiell betroffene Personen weiter.
Bei Unterstützungsbedarf können sich Menschen an an das Netzwerk Soli-Asyl wenden.

Deportation Alarm PRISTINA/KOSOVO
There is information that the next mass deportation to PRISTINA/KOSOVO
will take place on MONDAY, 12. Oktober.
Some info on resisting deportations:
https://noborderassembly.blackblogs.org/resistance-against-deportations/
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Ka informacione që dëbimi tjetër masiv në PRISHTIN/KOSOVO do të bëhet të
E HONN, 12 tetor.
Disa informacione mbi rezistencën ndaj dëbimit:
https://noborderassembly.blackblogs.org/resistance-against-deportations/
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Постоје информације да ће се следећа масовна депортација на
ПРИСТИНА/КОСОВО одржати у ПОНЕДЕЛЬНИК, 12 октября.
Неке информације о отпору депортацији:
https://noborderassembly.blackblogs.org/resistance-against-deportations/
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Es gibt Informationen, dass die nächste Sammelabschiebung in den KOSOVO
(PRISTINA) am MONTAG, 12. Oktober stattfinden wird.
Einige Informationen zum Widerstand gegen Abschiebungen:
https://noborderassembly.blackblogs.org/de/widerstand-gegen-abschiebungen/

Gemeint sind wir alle: G20-Repression geht in die nächste Runde


Am 3. Dezember 2020 beginnt der Prozess gegen über 80 Aktivist*innen, denen vorgeworfen wird, dass sie sich beim G20-Gipfel in Hamburg gemeinsam gegen die Gewalt des Systems gestellt haben. Die Kampagne „Gemeinschaftlicher Widerstand“ ruft für den 28. November zu dezentralen Aktionen auf:

Dezentraler Aktionstag gegen Repression am Samstag vor dem Prozessauftakt zu den G20-Protesten am Rondenbarg

Im Juli 2017 haben wir uns international und spektrenübergreifend zu Zehntausenden nach Hamburg aufgemacht, um lautstark und entschlossen gegen das Gipfeltreffen der zwanzig wirtschaftlich und politisch mächtigsten Staaten der Welt zu protestieren. Wie bei anderen Zusammenkünften bürgerlicher Regierungen, autoritärer Regime und kriegsführender Militärblöcke haben wir es nicht hingenommen, dass sie ungestört ihre wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen aushandeln können. Wir sind auf die Straße gegangen gegen die kapitalistischen Verhältnisse, die auf Unterdrückung und Ausbeutung beruhen und für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich sind.

Wir sind dem Treffen der G20 entschlossen entgegengetreten. Wir haben uns dabei weder von Verbotszonen noch von massiver Polizeigewalt abschrecken lassen. Wir haben und werden weiterhin gemeinsam unsere Kämpfe für eine klassenlose, antikapitalistische Gesellschaft ohne Patriarchat, Rassismus, Faschismus und Klimakrise auf die Straße tragen.

Wie sich bereits im Vorfeld ankündigte, setzt(e) der Staat wieder einmal auf Repression: [weiter bei der Kampagne „Gemeinschaftlicher Widerstand“]