Beiträge von Administrator

Unterstützt den Aufbau des FAU-Gewerkschaftslokals „Milly Witkop“ in Jena!

In Jena soll ein neuer linker Raum entstehen. Linke Kritik und Praxis braucht Räume – wir wünschen den Genoss*innen viel Erfolg und dokumentieren an dieser Stelle den Spendenaufruf.

Als Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) in Jena wollen wir ab November 2017 ein eigenes Gewerkschaftslokal im Jenaer Stadtzentrum betreiben. Dafür brauchen wir eure Unterstützung!

Warum ein eigenes Gewerkschaftslokal?
Gerade im letzten Jahr, in dem wir mehrere Arbeitskonflikte im Bildungs- und Minijobbereich hatten und zahlreiche Kolleg_innen unserem Syndikat beigetreteten sind, ist bei uns das Bedürfnis nach einem eigenen Lokal entstanden. Wir brauchen nicht nur Platz, für organisatorische Treffen und Veranstaltungen, sondern wollen auch eigenständig sichtbar und erreichbar werden. Gleichzeitig wollen wir unsere Gewerkschaft weiter aufbauen, mehr Arbeitskämpfe initiieren, mehr Betriebsgruppen gründen, mehr Menschen begeistern, sich für ihre Interessen, Bedürfnisse und Ideale einzusetzen und so die sozialen Kämpfe von unten stärken. Ein eigenes Gewerkschaftslokal bildet dafür die Grundlage.

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Mit dem Bus nach Berlin: „Welcome United Parade“ und Aktionen gegen den „Marsch für das Leben“

Gleich mit zwei Bussen könnt ihr kommenden Samstag, den 16. September, von Erfurt aus nach Berlin fahren. Der Eine fährt zur antirassistischen Parade „Welcome United“ für den ihr Sitzplätze beim Flüchtlingsrat reservieren könnt. Im Aufruf zur Demo heißt es unter anderem:

Wir geben nicht auf. Wir erinnern uns an den Sommer 2015. Hunderttausende öffneten die Grenzen Europas. Sie waren nicht aufzuhalten, weil sie sich nicht aufhalten ließen. Sie gingen einfach los. Sie setzten sich in Bewegung, um anzukommen. Vom Budapester Bahnhof zur österreichischen Grenze. Bewegungsfreiheit blieb keine Forderung mehr. Die Bewegung nahm sich ihre Freiheit. Für ihr Recht auf Rechte, für ihr Recht auf Anwesenheit, auf Schutz, Hilfe und Zukunft. Der „March of Hope“ bleibt ein unvergessliches Ereignis in der langen Geschichte der Kämpfe für das Recht auf Flucht und Migration.
Auch heute sind wir immer noch viele. Wir sind immer noch da, vielleicht sind wir sogar mehr geworden. Tagtäglich versuchen wir, uns dem Unrecht der Ordnung zu widersetzen. Die kleinen und großen Proteste sind Teil unseres Lebens geworden. Die Hoffnungen des Jahres 2015 sind noch nicht besiegt. Denn sie haben ihren Weg in das solidarische Handeln Abertausender in Deutschland und Europa gefunden. Wir streiten weiter für die Anwesenheit der Geflüchteten und Migrant*innen – oder für unsere Anwesenheit. Wir helfen im Alltag. Wir protestieren gegen staatliche Verfolgung und Abschiebungen. Wir wehren uns gegen den neuen Rechtspopulismus und die alten Nazis. Wir sind da und sind bei denen, die gekommen sind. Wir sind die, die gekommen sind. Welcome united!

Der Zweite fährt zu den Aktionen gegen den „Marsch für das Leben“:

Jedes Jahr im September richten fundamentalistische Christ*innen, Nationalist*innen und andere konservative bis (neu)rechte Strukturen einen „Marsch für das Leben“ in Berlin aus. Zentrale Forderung dieses Marsches ist es die gesetzlichen Regelgungen zum Schwangerschaftsabbruch noch restriktiver zu gestalten. Sie lehnen einen selbstbestimmten Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen ab, in der krassesten Ausprägung wird Frauen* das Recht auf einen Abbruch abgesprochen. Außerdem stellen sie sich gegen die Gleichberechtigung von Lebensentwürfen abseits des „Mutter-Vater-Kind“-Familienbildes mit festgeschriebenen Rollenbildern. Hinzu kommt Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit sowie die Nicht-Anerkennung von Trans*-, Inter*- und Asexuellen.

Tickets bekommt ihr im offenen Jugendbüro RedRoXX (Pilse 29, Erfurt, Mo- Fr 15 – 19 Uhr) gegen eine Spende von 10 Euro (Soli 15 Euro).

Gemeinsam gegen den Rechtsruck – Demo gegen AfD Kundgebung am 20. September in Erfurt

Das Bündnis „Auf die Plätze“ ruft gemeinsam mit der „Antifaschistischen Koordination Erfurt“ zu einer Demo gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck und eine AfD Kundgebung am 20. September in Erfurt auf.

Alle Infos findet ihr auf den Facebookseiten von Auf die Plätze und der AKE.

Nächste Ecke Links – Alternative Einführungstage 2017

Auch in diesem Jahr organisieren wir gemeinsam mit vielen anderen alternative Einführungstage in Erfurt. Vom 14. bis 28. Oktober erwartet euch ein Mix aus Vorträgen, Workshops, Kneipenabenden, Diskussionen, Stadtrundgängen und Partys zu unterschiedlichsten linken und alternativen Themen. Neben Studis und Azubis sind natürlich alle herzlich eingeladen, die sich für die Thematiken interessieren!

Schaut doch schon mal rein und rührt fleißig die Werbetrommel: einfuehrungstage.blogsport.de. Wir freuen uns!

Keine Öffnungszeiten am 4.9.

Morgen fallen unsere Öffungszeiten aus. Nächsten Montag sind wir wieder am Start.

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Gemeinsam gegen den Rechtsruck – Erfurter Aktionswochen vom 24.8. bis 29.09.


Kurz vor der Bundestagswahl ist der „Rechtsruck“ in aller Munde. Doch was steht eigentlich dahinter? Die Auswirkungen der Diskursverschiebung sind an vielen Orten zu spüren. Sei das im Bundestagswahlkampf, dem kleinen Dorf Themar oder auf der tödlichsten Grenze der Welt, dem Mittelmeer. In Erfurt finden kurz vor der Bundestagswahl viele Veranstaltungen und Aktionen zum Rechtsruck und seinen Auswirkungen statt, auf die wir hier Hinweisen möchten:

24.08. / Offene Arbeit / Themenabend Rechtspopulismus / 20 Uhr / Offene Arbeit, Allerheiligenstraße 9

07.09. / veto / Vortrag: Aluhut 101 – Einführung in bekannte Verschwörungsideologien / 18.30 Uhr / Ort: veto, Magdeburger Allee 180
Der Vortrag führt ein in die Geschichte der Verschwörungsideologien und versucht Muster in verschiedenen Verschwörungsformen aufzudecken und Grenzen bspw. zur Esoterik zu erkunden. Hoffentlich kurzweilig werden berühmte und absurde Theorien vorgestellt und kurz erläutert.

13.09. / MOBIT e.V. / Vortrag: „…und der deutsche Sturm bricht los“ – Analysen der Entwicklung rechter „Eventkultur“ in Thüringen / 19:00 Uhr / Ort: filler. Offenes Jugendbüro der Gewerkschaftsjugend, Schillerstraße 44
Die Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT) beobachtet die Entwicklung der neonazistischen „Eventkultur“ in Thüringen bereits seit mehr als zehn Jahren und veröffentlicht dazu eine jährliche Chronik. Innerhalb unserer Veranstaltung möchten wir den Werdegang des Bundeslandes zum führenden Festival- und Erlebnisland der Neonazis nachzeichnen, Schwerpunkte ausmachen und Zusammenhänge darstellen.

16.09. / Flüchtlingsrat Thüringen e.V. / Anreise zur Großdemonstration „Welcome United“ in Berlin
Unter dem Motto „Welcome United“ demonstrieren eine Woche vor der Bundestagswahl Geflüchtete gemeinsam mit anderen antirassistischen Aktivist*innen aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin. Der Flüchtlingsrat bietet allen Interessierten die Möglichkeit einer kostenlosen Hin- und Rückfahrt von Erfurt aus. Weitere Infos und Anmeldung hier.

20.09. / Plätze-Bündnis / Demonstration: „Aufstehen gegen den Rechtsruck“ / 17.30 Uhr / Anger

21.09. Flüchtlingsrat Thüringen e.V. – MOBIT e.V. – Ezra / Kneipenquiz: Der rechte und rassistische Status Quo in Thüringen / NERLY, Marktstraße 6 / 20.00 Uhr
Kommt vorbei und diskutiert beim Kneipenquiz im NERLY mit Mitarbeiter*innen von MOBIT, ezra und dem Flüchtlingsrat über aktuelle rechtsextreme und rassistische Entwicklungen im Freistaat. Eintritt frei, es gibt neben exklusiven Einsichten auch Preise zu gewinnen… und danach ist noch Zeit für ein gemeinsames Bier!

25.09. / Landeszentrale für politische Bildung – Flüchtlingsrat Thüringen e.V. / Filmvorführung: Deportation Class und anschließende Diskussion / Kinoklub, Am Hirschlachufer 1 /18.45 Uhr
Der Dokumentarfilm zeichnet nicht nur ein präzises, nüchternes Bild von nächtlichen Abschiebungen. Der Film gibt auch denjenigen ein Gesicht, eine Stimme und damit ihre Würde zurück, die in den Fernsehnachrichten nicht zu Wort kommen: Menschen wie Gezim, der in Deutschland auf eine bessere Zukunft für seine Kinder hoffte und ohnmächtig zusehen muss, wie sein Traum zerplatzt.

29.09. / Flüchtlingsrat Thüringen e.V. / Filmvorführung und Vortrag mit Jugend Rettet e.V. / 18 Uhr / Offene Arbeit, Allerheiligenstraße 9
In der ersten Jahreshälfte 2017 kamen laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) auf dem Mittelmeer bereits über 2.200 Menschen zu Tode. Obwohl die Zahl der Todesopfer im Mittelmeer seit Jahren dramatisch steigt, gibt es seitens der EU immer noch kein umfassendes staatliches Seenotrettungsprogramm. Caro Lobig und Tim Lendzion von catameranfilms berichten von ihrer Fahrt mit dem Rettungsschiff IUVENTA der Organisation „Jugend Rettet e.V.“ bei einem Einsatz vor der libyschen Küste Ende 2016.

23.8.: Einladung zur Güteverhandlung – Arbeitsrecht und Antirassismus

Die Bildungssektion der FAU Jena informiert in einem Aufruf über den aktuellen Verfahrensstand zum entlassenen Schulsozialarbeiter an der Gemeinschaftsschule am großen Herrenberg in Erfurt, nachdem dieser sich für die Thematisierung rassistischer und nazistischer Angriffe an der Schule eingesetzt hatte und vom Trägerverein Perspektiv e.V. gekündigt wurde.

Am Mittwoch, 23.8., findet um 10:40 am Arbeitsgericht Erfurt eine öffentliche Güteverhandlung statt, zu der Unterstützer*innen eingeladen sind.

Einladung zur öffentlichen Güteverhandlung

Seit einigen Monaten unterstützen wir als Bildungssektion der FAU Jena einen Schulsozialarbeiter, der in Erfurt aufgrund langanhaltender Krankheit und seiner antirassistischen Bemühungen am Arbeitsplatz vom
Trägerverein gekündigt wurde. Hier unsere PM dazu.

Am 23. August findet um 10:40 im Arbeitsgericht Erfurt (Justizzentrum, Rudolfstraße 46, 99092 Erfurt), Etage 2, Saal 20 die Güteverhandlung zur Kündigung statt. Da wird sich zeigen, ob Perspektiv e.V. bereit ist, eine Einigung einzugehen oder wir einen Kammertermin ausmachen müssen.

Wer aus Jena mitfahren möchte, ist eingeladen, sich 9 Uhr am Westbahnhof zu treffen. Treffpunkt Erfurt 10:15 Uhr vor dem Justizzentrum.

Ein Angriff auf Einen, ist ein Angriff auf Alle!
FAU Jena

Hintergrundinformation von Breakt Isolation: Erfurt-Süd: Kein Schweigen zu rechter Gewalt – Flyeraktion auf Stadtteilfest

Hinweis: Folgt bitte dem Break Isolation Blog, da werden die nächsten Tage Informationen veröffentlicht.

Gegen das nächste Nazikonzert am Samstag in Themar regt sich Widerstand

Eine antifaschistische Initiative ruft für kommenden Samstag zu Protesten gegen das Nazifestival „Rock für Identität“ in Themar auf. Geplant ist neben einer Kundgebung eine Antifaschistische Demonstration. Der Beginn für die Gegenaktivitäten ist um 10 Uhr am Bahnhof in Themar.

Am 29.7. werden erneut tausende Neonazis in Themar erwartet. Angemeldet und initiiert von Neonazi-Kader Patrick Schröder, bekannt durch FSN.TV, werden unter seiner Leitung Bands wie Phönix, Sturmwehr, Frontalkraft, Faust, Blutlinie und Sköll Dagaz auftreten. Als Redner*innen werden u.a. Dieter Riefling, Patrick Weber, Dominik Stürmer, Michael Zeise (alias Mic Revolt), Melanie Dittmer und Schröder selbst auftreten. Ebenfalls werden wieder eine große Bandbreite an verschiedenen Infoständen bekannter rechter Versandhandel und Initiativen dabei sein. Zu nennen wären da zum Beispiel Stände wie: N.S. Heute, Revoltopia, PC Records, AKK (Antikapitalistisches Kollektiv), FSN Versand, Ansgar Aryan, Die Rechte, Balaclava Küche, Leveler Records, Black Legion, Rebel Records, Kollektiv Nordharz, Identitäre Aktion, JN (Junge Nationaldemokraten), Media Pro Patra, Nordland Buchverlang, TDDZ (Tag der deutschen Zukunft) und „Wir lieben Meiningen“.

Weiterlesen bei themar.blogsport.eu.

26.7.: Wieder Nazi-Angriff aufs AJZ

Gestern Abend kam es, schon wieder, zu einem Angriff von Nazis auf das AJZ-Erfurt. Ersten Berichten zufolge haben drei Nazis, bewaffnet mit Knüppel und Pfeffer, den Bar-Raum betreten und dort Menschen angegriffen. Laut Augenzeugenberichten handelt es sich bei einem der Angreifer um Phillipe Amor. Dieser ist Vorstandsmitglied des „Volksgemeinschaft e.V.“ und war bereits 2016 an dem Angriff auf das AJZ beteiligt.

Der Angriff konnte schließlich abgewehrt werden. Eine Person musste danach von Sanis behandelt werden. Die Polizei riegelte im Nachgang mit 15 Einsatzwagen das komplette Gelände ab, durchsuchte Gebäude und nahm Personalien aller angetroffenen Personen auf. Ob die Nazis vor Ort von Cops gestellt und ob deren Personalien festgestellt wurden ist im Moment unklar.

Wir wünschen den Verletzten gute Besserung und stehen solidarisch an der Seite des AJZ welches, als bekannter Treffpunkt für antifaschistische Jugendliche und Punks, immer wieder Ziel von Nazi-Angriffen wird.

Die Vermutung, dass diese Aktion der Nazis nur darauf abzielte im Nachgang durch Anzeigen an Daten von Linken zu kommen behalten wir im Hinterkopf. Jetzt wird erstmal ausgewertet. Weitere Infos folgen.

Update:
Inzwischen gibt es einen ersten Zeitungsbericht. Die Bullen wollen darin, wieder mal, nicht bestätigen, dass es sich bei den Angreifern um Nazis gehandelt hat.

Update 2:
Das AJZ hat eine Stellungnahme (Facebook) zu den Vorfällen veröffentlicht.