Archiv für Februar 2014

Texthinweis: Institutionalisierter Rassismus an der Universität Jena

In der aktuellen Ausgabe der Graswurzelrevolution findet sich der Artikel „Studieren auf Bewährung“ von Ria Kleinlaut, der detailliert über den rassistischen Umgang mit „ausländischen“ Studierenden an der Universität Jena berichtet. Thematisiert werden u.a. die besondere Behandlung durch das Internationale Büro der Universität Jena, die Stigmatisierung im Alltag aufgrund von erheblichen Schwierigkeiten bei der Beschaffung des Jenaer Studierendenausweises und die (im Gegensatz zur übrigen Studierendenkommunikation) harte, unfreundliche und „sarrazinistische“ Sprache Universitärer Schreiben.

Kritik am Verfassungsschutz-Vortrag an der Universität Erfurt

Am Freitag 31. Januar, kamen etwa 15 Menschen vor dem Hörsaal 6, Lehrgebäude 2 an der Universität Erfurt zusammen, um den dort stattfindenden Vortrag des Geheimdienst-Mitarbeiters Thomas Schulz vom Thüringer Verfassungsschutz zu kritisieren. Das Thema war „Die Ge­fähr­dung der De­mo­kra­tie durch ex­tre­mis­ti­sche Grup­pie­run­gen“ im Rahmen der Vor­le­sungs­rei­he „Le­bens(T)räume“. Schon der Titel macht stutzig: dass gerade in den letzten Monaten staatliche Institutionen als „Gefährdung der Demokratie“ in die Kritik gerieten, so zum Beispiel das Auftreten der Hamburger Polizei und ihre Gefahrengebiete im Dezember / Januar und natürlich vor allem die Rolle des (thüringer!) Verfassungsschutz bei den Morden des NSU, wird bequem ignoriert.

Unter den Protestierenden waren einige dem Aufruf der Linksjugend Solid gefolgt und verteilten die Broschüre „Ex­trem viel da­hin­ter – Re­a­der zur Kri­tik an der Ex­tre­mis­mus­dok­trin“, während weitere Einzelpersonen ein Flugblatt verteilten. Kritisiert wurde dort u.a. die Verstrickungen des Verfassungsschutz in die Mordserie des NSU. Proteste von Studierenden gab es keine (was an der Universität Erfurt nicht weiter verwundert).
(mehr…)