Archiv für September 2012

Proteste gegen NPD Kundgebung

Am 20. September versuchte die Thüringer NPD Erneuert vor dem Landtag in Erfurt eine Kundgebung abzuhalten. Umzingelt von 4 Gegenkundgebungen, Hunderten Menschen, Trillerpfeifen, Musik aus der Konserve und dem Genossen „Volkstod“, versang der klägliche versuch sich über das Sterben der eigenen „Rasse“ aus zu heulen.

Fotos gibts bei Indymedia.

Starker Flüchtlingsprotest, peinliche Schlappe für Nazis (Update)

Wie schon auf ihrer Webseite angekündigt, hat die NPD heute vor dem Erfurter Landtag versucht, die Kundgebung im Rahmen des Protestmarsches der Flüchtlinge von Würzburg nach Berlin zu stören. Der Versuch endete für die Nazis mit einem Desaster — kaum angekommen, stießen sie auf antifaschistische Selbsthilfe und mussten sich schleunigst zurückziehen. Diverse Transparente und Fahnen gingen dabei verloren.

Die Thüringer Allgemeine titelt dazu in ihrer Online-Ausgabe „Neonazis und Flüchtlinge prügeln sich bei Demo vor Landtag in Erfurt“ und erwähnt nicht die politische Dimension: Rassisten und Neonazis, die in Deutschland immer und immer wieder Flüchtlinge, Migrant_innen und politische Gegner_innen angreifen, haben es heute nicht geschafft, ihre menschenverachtenden Inhalte zu verbreiten.

Nach dem Vorfall ging die Kundgebung weiter, am Nachmittag fand eine kraftvolle und laute Demonstration für Flüchtlingsrechte statt. Denn Freedom of movement is everybodies right!

Update:
Von den Filmpiraten gibt es ein Videobeitrag:

Auf zur antifaschistischen Spielwiese!

Die antifaschistische koordinierung erfurt [ake] lädt am 20. September ab 15 Uhr zu einer antifaschistischen Spielwiese:

Es geht uns darum, ein deutliches Zeichen gegen Rechtsaußen zu setzen und Spiele jeglicher Art gegen menschenfeindliche Ideologie auszupacken. Die NPD will zeitgleich eine Kundgebung vor dem Landtag durchführen. Wir wollen auf der antifaschistischen Spielwiese deutlich machen, dass in Erfurt, Thüringen oder sonstwo kein Platz für die rassistische Propaganda von NPD und sonstigen Rechten ist.
Die antifaschistische koordiantion erfurt [ake] ruft euch alle auf, sich am 20.9. zu beteiligen. Als Spieler_in, Zuschauer_in oder in irgendeiner sonstigen Form.

Dafür angemeldete Kundgebungen:

  • Arnstädter (Ecke Johann-Sebastian-Bach-Str.)
  • Jürgen-Fuchs-Str. (Ecke Tschaikowskistr.)
  • Jürgen-Fuch-Str. (Ecke Johann-Sebastian-Bach-Str.)
  • (Spiel)Wiese Beethovenpark

Weitere Infos gibt es bei erfurtnazifrei.wordpress.com.

Protestmarsch der Flüchtlingen macht halt in Erfurt (Update)

Im Rahmen des Protestmarsches der Flüchtlinge von Würzburg nach Berlin, wird am kommenden Dienstag, dem 18. September, eine Demonstration gegen die beschissene Asylpolitik stattfinden. Gegen Isolation und Residenzpflicht, gegen Abschiebung und Gemeinschaftsunterkünfte…

Demonstration am Erfurt 18. September um 11 Uhr vor dem Landtag.

Die KücheFürAlle wird an diesem Tag am Schlusspunkt der Demo stattfinden. Der Protestmarsch erreicht Erfurt am Montag, den 17. September, und wandert zwei Tage später weiter. Somit sind alle, die uns unterstützen möchten, herzlich eingeladen an diesen zwei Tagen auf den Wagenplatz (Mühlweg 24a) zu kommen.

Update:
Eine Kundgebung und Pressekonferenz findet am 18. September um 11 Uhr vor dem Thüringer Landtag in Erfurt statt. Dort startet dann um 16 Uhr eine Demonstration die an Erfurter Asylbewerberheimen vorbei bis zum Hauptbahnhof führen wird.

Film vom Break Isolation Camp

Der Film ist als Ergebnis des Film-Workshops auf dem BREAK ISOLATION REFUGEE CAMP 2012 in Erfurt entstanden:

Trotz Messerangriff und Nazi-Demo kein Problem mit rechter Gewalt in Erfurt

Die Webseite der TA meldet, dass in den heutigen Morgenstunden ein polizeibekannter Neonazi eine Gruppe Jugendlicher mit einem Messer angegriffen hat. Erst gestern hat ein Sprecher der Polizei im Thüringen-Journal behauptet, es gäbe kein Problem mit rechter Gewalt in Erfurt. Begründung: Zwar gäbe es Gewalt von rechten Tätern, ob diese jedoch aus ihrer Gesinnung her handelten, sei oft nicht zu ermitteln. Heute nachmittag haben ca. 100 Nazis am Berliner Platz demonstriert, weil ihr Aufmarsch in Dortmund verboten worden war. Aus Polizeikreisen hieß es, man müsse genau prüfen, ob die gezeigten Transparente und Parolen etwas mit der rechten Gesinnung der Demonstranten zu tun habe und warnte vor eiligen Urteilen. Zu oft werde vorschnell die rechte Karte gezogen.