Archiv für November 2009

Bonn: Kreative Buchhaltung

Wie die Westdeutsche Zeitung berichtet, hat eine Bankangestellte im Raum Bonn zwischen 2005 und 2007 runde 7,6 Millionen Euro in kleinen Beträgen von den Sparbüchern reicher Kunden auf die Konten ärmerer Leute gebucht. Die 62jährige hatte Mitleid mit verarmten und verschuldeten Kunden gehabt. Nach 14 Monaten wurde sie erwischt und im November 2009 zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Schade.

Bilder vom besetzten und geräumten Keglerheim in Erfurt

Bearbeitung 23.30: Alle Gefangenen wieder draußen — in der Innenstadt brennen anscheinend Mülltonnen — morgen 18 Uhr Bahnhofsplatz Demo!!!

Eigentlich hätte es so schön werden können — denn alles war vor Ort:
Die Besetzung,

die Kundgebung mit Essen und Trinken.

Aber dann kam die Polizei ..

.. und hat genervt ..

.. und mal wieder gezeigt, daß die Eigentumsordnung in letzter Instanz auf blanker Gewalt beruht.

Auf dem Dach sorgen zwei BesetzerInnen für Überstunden,

so daß die Kundgebung bis in die Nacht geht.

Genau wie die Soli-Besetzung in der Schmidtstedter Straße:

Hier noch ein Video vom Keglerheim. Was die BesetzerInnen in den letzten Monaten aufgebaut haben, haben uniformierte gewaltbereite Jugendliche bei der Räumung zerdroschen. Wie schon bei der letzten Räumung.

Ehemaliges „Keglerheim“ in Erfurt besetzt

Heute, am 22. November, wurde die Besetzung des ehemaligen „Keglerheims“ an der Schützenstraße bekannt gegeben. Das besetzte Gebäude wird seit dem 3. August als Wohnprojekt genutzt, in dem einige ehemalige Besetzer_innen des im April geräumten Topf & Söhne- Geländes leben.
In den letzten Monaten wurden Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Aus dem seit mehreren Jahren leerstehenden Gebäude soll ein selbstverwaltetes sozial-politisch-kulturelles Zentrum entstehen.
Den ganzen Tag wird eine Dauerkundgebung vor dem Gebäude stattfinden. Am Abend wird das Zentrum mit einer Veranstaltung über anarchistische Utopien und einer kleinen Party eröffnet.
Kommt vorbei und unterstützt die Besetzung!

Infos: Live-Ticker | Indymedia

Audimax der Uni Erfurt besetzt

Heute um 14 Uhr hat die Vollversammlung der Uni Erfurt mehrheitlich beschlossen, den Audimax als Stätte für eine freie Diskussion über die Zukunft der Universität, des Schulsystems und den Wert der Bildung im Allgemeinen zu besetzen. Damit reiht sich auch die Erfurter Universität in die Internationale Besetzungswelle von Universitäten ein.

Infos zur Besetzung in Erfurt: erfurtbrennt.wordpress.com und twitter.com/erfurtbrennt.

Infos zu Bundesweiten/Internationalen Uni-Besetzungen und zum Bildungsstreik: Indymedia und www.unsereunis.de.

Krefeld: Kreativer Arbeitskampf

Wie RP-online berichtet haben in Krefeld zwei Kassierinnen eines Supermarkts im großen Stil Angehörige, Freunde und Nachbarn begünstigt, indem sie Waren nicht korrekt abgerechnet haben: „Über acht Monate hinweg hatten die Angeklagten Waren durch ihre Kassen geschleust, ohne sie zu berechnen. […] Bei einem der Beutezüge soll eine Angestellte zwei prall gefüllte Einkaufswagen mit Waren im Wert von rund 1000 Euro durch die Kasse geschoben und lediglich 22 Euro gezahlt haben.[…] Das Gericht verurteilte die Angeklagten schließlich zu Bewährungsstrafen zwischen sechs Monaten bis zu einem Jahr und vier Monaten.“

19. Antirassistischer / Antifaschistischer Ratschlag


In Erinnerung an die Reichspogromnacht im Jahr 1938, in der im gesamten Deutschen Reich Synagogen und jüdische Geschäfte verwüstet wurden und rund 1.400 Menschen an den Folgen antisemitischer Gewalt starben, veranstaltet ein breites gesellschaftliches Bündnis am 6. und 7. November 2009 den 19. antirassistischen und antifaschistischen Ratschlag in Erfurt.
Am 06.11. ab 19:30 Uhr beginnt der Ratschlag mit einem Mahngang zur Erinnerung an die Reichspogromnacht. Treffpunkt: Synagoge, Juri-Gagarin-Ring 16. Am 07.11. ab 10.00 Uhr werden dann im Königin-Luise-Gymnasium Erfurt, Melanchthonstr.3 Workshops, Vorträge und Diskussionen zum Thema angeboten.

Weitere Infos: www.ratschlag-thueringen.de

Nobel-Handy lässt sich zur Raumüberwachung nutzen

Wie Heise Security meldet, lässt sich das Smartphone Blackberry durch eine Java-Software dazu bringen, unbemerkt den Raum, in dem sich das Telefon befindet, zu überwachen.
Die meisten modernen Mobiltelefone verfügen über die technischen Möglichkeiten für die beschriebene Technik: Die Programmierplattform Java, die Möglichkeiten, Programmmprozesse in den Hintergrund zu legen und automatisch eingehende Rufe anzunehmen.
Zudem habe moderne Telefone Prozessoren, die schnell genug sind, um Tonaufnahmen hochgradig zu komprimieren und reichlich Speicher. Damit wäre es im Prinzip sogar möglich, unbemerkt Audio aufzunehmen, versteckt zu speichern und beim nächsten Anruf im Hintergrund zu übertragen.
Wer unter sich sein will, lässt das Telefon also aus oder besser noch zu Hause — denn abgesehen vom Abhören kann man mit dem Handy auch ganz einfach die Bewegungen der Träger_innen erfassen.

Bilder von der Demo gegen Gentech und die Inhaftierung von Michae l Grolm



Um die 100 Menschen haben heute vor dem Thüringer Landwirtschaftsministerium gegen Gentechnik und die erneute Inhaftierung von Michael Grolm (letztes Bild links) demonstriert, der wegen einer Genfeldbefreiung zu einem Ordnungsgeld verurteilt wurde und sich seitdem weigert, die Strafe zu zahlen.
Zahlreiche Imker (erstes Bild), die Arbeiterklasse (mittleres Bild) und massenhaft Polizei war vor Ort, was fehlte, war die radikale Linke.