Geh‘ nicht wählen!

Etwas verspätet möchten wir uns herzlich bei den 52% der Erfurter Wahlberechtigten bedanken, die unserem Aufruf nicht wählen zu gehen gefolgt sind. Wahlerfolge hin, Misserfolge her: über die Hälfte aller Berechtigten empfinden das Wählen von Ordnungs- und Sicherheitsfanatiker_innen, und von Parteien, deren größtes Ziel letztlich darin besteht möglichst oft gewählt zu werden, offenbar als nicht sinnvoll genug.

Das es bei Demokratie statt Wählen zu gehen eigentlich darum geht „(…) die Art von Selbsterkenntnis und Selbstbestimmung zu stärken, die Manipulation unmöglich macht“ hat (und jetzt des Rätsels Lösung:) T. W. Adorno schon in den Studien zum Autoritären Charakter geschrieben. Es ist also an der Zeit, die eigene Stimme zu nutzen und für ein ganz anderes Ganzes zu streiten.

Für die jetzt anstehende Kommunalwahl ruft die Kampagne „Brot und Spiele“ zum Wahlboykott auf:
Es ist wieder einmal soweit: die Bundes- und Landtagswahlen stehen vor der Tür. Mit der Abgabe ihrer Stimmen legitimieren die Wähler Staat, Nation und Kapitalismus. Dies nehmen wir zum Anlass unserer Kritik. Im Folgenden werden wir grundlegende Aspekte zur Bedeutung von Wahlen und Hintergründe für den Freudentaumel um das „Superwahljahr 2009“ beleuchten. [weiterlesen bei brot-spiele.org]