Gedenken am 8.9. in Erfurt

Der Basisgruppe Erfurt vom Thüringer Verband der Verfolten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) lädt zum jährlich stattfindenden Gedenken anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges ein, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.

Wir rufen auf gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Krieg aufzutreten und für ein gleichberechtigtes Miteinander der Menschen einzutreten.

Wann: Sonntag, den 8. September 2019, 10 Uhr
Wo: Erfurter Hauptfriedhof am „Ehrenhain für antifaschistische Widerstandskämpfer und Opfer des Faschismus“

Hintergrund: Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten im Jahr 1945 die Tradition, am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Als Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg – verbindet er heute das Gedenken an die Opfer des Nazi- Regimes mit wichtigen Debatten der Gegenwart.

DIY geht in die zweite Runde

Die Kampagne »Alles muss man selber machen« geht in die zweite Runde. Nachdem wir am 1. Mai gezeigt haben, dass wir themenübergreifend gegen den Rechtsruck und für unsere Ziele auf der Straße agieren, wird es im Vorfeld der Landtagswahlen in Thüringen eine Demonstration und weitere Aktionen geben. Der Kurzaufruf ist seit dem Wochenende online bei https://doityourself.noblogs.org/:

Es brennt – Zeit zu handeln! „Alles muss man selber machen“ Demo 12.10. in Erfurt

Nachdem wir am 1. Mai gemeinsam und erfolgreich unsere Kämpfe in Erfurt auf die Straße getragen haben, haben wir uns entschieden: Wir starten mit dem „Alles muss man selber machen“- Bündnis in eine zweite Runde!

Wir fürchten die Ergebnisse der kommenden Landtagswahlen am 27.10.2019 in Thüringen. Die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg sind zwar nicht überraschend, dadurch aber nicht weniger erschreckend.
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24.8.: Angriffe gegen CSD-Teilnehmende

Wie nun bereits die Seebrücke Erfurt auf Facebook und der CSD Erfurt (PM 25.8., Fazit 28.8.) in Stellungnahmen und Berichten dargestellt haben, gab es am vergangenen Samstag, den 24.8., in Erfurt am Ende der Bahnhofstraße kurz vor dem Anger einen Angriff auf Teilnehmende des Christopher Street Day.

Auch im FB-Post einer Ordnerin des CSD wird Bezug auf den Junggesellenabschied genommen, aus dem heraus homofeindliche Beschimpfungen und scheinbar der erste tätliche Angriff – weil zeitlich vorausgehend – heraus erfolgte. Ob es weitere Betroffene gibt, ist bisher nicht bekannt – aber möglich und dass ist das traurige.

Wer sich nicht nur die Bilder vom rechten Junggesellenabschied anschauen will, findet eine bunte Auswahl an Impressionen zur großen CSD-Parade in Erfurt [hier], denn die war großartig!


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Sonntag: Brunch unter dem Motto »Alles muss man selber machen« in der Offenen Arbeit

Am kommenden Sonntag (1.9.) gestalten wir von 11 bis 15 Uhr in der Offenen Arbeit Erfurt (Allerheiligenstr. 9, Hinterhaus) den monatlichen Brunch. Unter dem Motto »Alles muss man selber machen« könnt Ihr Brötchen belegen, Wraps rollen oder Mixgetränke mixen. Gerne könnt ihr auch selbstgemachtes Essen mitbringen.

Unteilbar in Dresden, CSD in Erfurt und Antifa in Eisenach – ein durchwachsenes Demowochenende

40.000 in Dresden bei »Unteilbar«, 3.000 beim Erfurter CSD, 60 bei einer antifaschistischen Kundgebung in Eisenach – viele Leute waren am Wochenende auf der Straße, unser Fazit ist durchwachsen.

Unteilbar
Als wir auf der zweiten Elbbrücke der Demoroute stehen und tausende Menschen auf der ersten Elbbrücke senen (3km davor gelegen), haben wir fast den Eindruck, die offizielle Zahl sei ein wenig niedrig geschätzt. Auf der Straße sind sehr viele Geflüchtete, zudem zeigt sich eine starke Mischung von antirassistischen, antifaschistischen, antinationale und anderweitig progressiven Gruppen. Wir bewerben im IL- und im Solidarity-City-Block die Kampgane „Alles muss man selber machen“. Die Redebeiträge auf der Abschlusskundgebung – Promis singen ein Hohelied auf Demokratie, Menschenrechte und die »offene Gesellschaft« (ein Schlagwort mit inhaltlicher Nähe zur Extremismusdoktrin) — stehen in einem merkwürdigen Kontrast zur Zusammensetzung der Demonstration. Trotzdem setzt die Demo den Trend fort, über Spektren und Themengrenzen hinweg gemeinsam für emanzipatorische Inhalte zu agieren. Hoffentlich auch im Alltag und über Großevents hinaus.

CSD Erfurt
Auch der Erfurter CSD war mit 3.000 Teilnehmer*innen sehr gut besucht. Das Thema Homophobie stand zwar im Vordergrund, aber auch hier wurde gleichzeitig für allgemeine gesellschaftliche Befreiung demonstriert, nicht zuletzt von Klima-Aktivist*innen. Überschattet wurde der Tag durch mehrere Störungen: Zuerst wurden mehrere Demoteilnehmer*innen aus einem Junggesellenabschied verbal und körperlich angegriffen. Auf dem Anger demonstrierte der »Dritte Weg« für heterosexuellen Blümchensex und gegen »Hömö-Brobaganda« wie im hier verlinkten Video (Twitter) zu sehen ist. Der CSD reagiert, umstellt den »Dritten Weg«, der schließlich einpackt. Der Tag endet mit der Abschlussparty des CSD und wir freuen uns aufs nächste Jahr, denn eins hat dieser Tag gezeigt: Die Sichtbarkeit von LGBTQIA* ist keine Selbstverständlichkeit und löst bei vielen Aggressionen und Abwehr aus. An Aktualität hat das Anliegen des Christopher Street Day nicht verloren.

Außerdem: Eine weitere Perspektive auf den CSD in Erfurt haben die Freund*innen von der Seebrücke Erfurt auf Facebook veröffentlicht.

Coole Beats in Eisenach
In Eisenach wiederum haben 60 Antifaschist*innen unter dem Motto „Coole Beats statt Nazi-Kiez 2″ demonstriert. Sie wehren sich gegen eine rechte Hegemonie, die sich durch rechte Schläger und diese verharmlosende Cops sowie eine fast unsichtbare Zivilgesellschaft ausdrückt. Auch hier kam es zu Störungen: Einige Neonazis aus Eisenach und Braunschweig (siehe Bild) versuchten die Tanz-Kundgebung anzugreifen. Die anwesenden Cops brauchten eine ganze Weile, um die Situation zu verstehen als ob sie die Verhältnisse in Eisenach nicht kennen würden. Die Kundgebung reagierte jedoch sofort, war sich der Präsenz der Rechten bewusst und winkte höhnisch zum Abschied. In Eisenach ist das normal – ebenso wie der parallel stattfindende Balladenabend im Flieder Volkshaus der NPD. Wir danken unseren Genoss*innen vor Ort für ihr fortwährendes Standhaft-Bleiben! Bei all der Scheiße war es dennoch ein schöner Abend mit euch und ein Wiedersehen mit vernetzendem Charakter. Wir lassen uns nicht unterkriegen, auch nicht in Eisenach – wir kommen immer wieder!

Der Tag zeigt: Wir können mobilisieren und auf der Straße Präsenz zeigen. Wie wir weiter mit Angriffen auf uns und unsere Demonstrationen umgehen und auch damit, dass wir die Masse für liberal-demokratisch positionierte Großevents stellen, muss weiter diskutiert werden.

Und noch ein paar Bilder aus Dresden:

20.08.: Höcke in Erfurt/Gegenprotest!

Bernd

via https://www.facebook.com/plaetzef/

+++Attention+++
Morgen ist dieser komische Bernd Höcke ab 16 Uhr am Einkaufszentrum Roter Berg. Ab 15 Uhr gibt es einen Treffpunkt bei unseren Freund*innen vom Ajz Erfurt. Wir werden gemeinsam mit der Bahn zur Haltestelle Roter Berg fahren und den Bernd und die AfD nerven.
Was dann wie passiert sehen wir dann morgen.
Vielleicht sehen wir auch ein paar Freund*innen von Fridays for Future Erfurt und vom CSD Erfurt!
Also morgen Bernd und die AfD nerven, wir haben Bock darauf.

10.8.: Gemeinsam gegen Abschiebeterror

Die Nigerianische Community in Gotha organisiert sich und erhält nun Unterstützung von The VOICE Refugee Forum. Gemeinsam wird nun für eine öffentliche Aktion in Gotha aufgerufen, um anderen die Möglichkeit zu geben, sich zu solidarisieren und mit den Aktivist*innen ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsame Anreise mit Support aus Jena: Zustieg Erfurt Hbf. 14:10 (Treffpunkt: 13:50 Bahnhofsvorplatz)

Flüchtlingsprotest und Solidaritäts-Demonstration:

10.00 Uhr | RBB Solidarity Installation
14.00 Uhr | Kundgebung
15.00 Uhr | Demonstration

Refugee Protest in Gotha: Refugee Black-Box-Installation „Paint it black!“ vor der Demonstration am Samstag, dem 10. August 2019 | ab 10 Uhr.

RBB Performance Gyration | Musik- und Kulturprogramm bis zum Schluss.

STOPPT DEN ABSCHIEBETERROR – ISOLATION DURCHBRECHEN!!
STOPPT DIE ABSCHIEBUNGEN NACH NIGERIA – FÜR BEWEGUNGSFREIHEIT !!

Aufruf:

Wir Nigerianer*innen, Geflüchtete aus Gotha und Aktivist*innen von The VOICE Refugee Forum rufen euch zur Solidarität auf. Wir leben hier im Flüchtlingslager in Gotha und müssen erleben, wie unsere Brüder und Schwestern nachts aus ihren Betten gerissen und abgeschoben werden. (mehr…)

24.8.: Eisenach, Erfurt, Dresden

Am 24. August finden Versammlungen statt, auf die wir euch hinweisen möchten. Für die Teilnahme an jeder finden sich überzeugende Argumente. Wir hoffen, ihr seid an dem Tag auf der Straße

Eisenach

„Coole Beats statt Nazi-Kiez 2″ (FB-Seite) ab 17 Uhr Tanz-Kundgebung, Wartburg Allee
Die Präsenz im öffentlichen Raum ist gerichtet gegen Hegemoniebestrebungen von Neonazis in Eisenach. Die Stadt kommt immer wieder in die Schlagzeilen, da über Kader unterschiedliche Verbindungen bis hin zur internationalen Naziszene bestehen. Unterstützt die aktiven Antifaschist*innen vor Ort und zeigt: Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Über eine gemeinsame Anreise aus Erfurt wird hier zu gegebener Zeit informiert. Meldet euch gern bereits im Voraus, wenn ihr dabei sein wollt über unsere Infoladen-Mailadresse.

Erfurt

CSD Erfurt ab 12 Uhr Demonstration, Treffpunkt Bahnhofsvorplatz

Der Christopher Street Day wird in Erfurt wieder groß gefeiert, am 6. August starten die Aktionswochen unter dem Motto „Vielfältig. Gemeinsam. Laut!“. Die teils spannenden Veranstaltungen finden sich auch in unserem Terminübersicht. Der Demonstration am 24.8. folgt ab 14 Uhr ein Straßenfest auf dem Anger.
Die Veranstalter*innen rufen auf: „Komm‘ am 24. August auf die Straße und stehe mit uns für geschlechtliche, romantische und sexuelle Selbstbestimmung, die Gleichstellung unserer Lebensentwürfe und eine Gesellschaft ohne Diskriminierung ein!“

Dresden

Großdemonstration, 14 Uhr, Altstadt Dresden
Das Großbündnis #unteilbar stellt eine Woche vor den richtungsweisenden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg eine bundesweite Großdemonstration auf die Beine. Unterstützt den „We‘ll come untited“– Parade-Power-Block (FB-Seite), der unter dem Motto „Solidarität verteidigen – United against racism & fascism“ Gruppen wie das We‘ll Come United, NSU-Tribunal und Nationalismus ist keine Alternative zusammenbringt.

Eine gemeinsame Anreise aus Thüringen ist per Bus geplant: Infos unter ‚demobus@die-linke-thueringen.de‘ und beim Flüchtlingsrat Thüringen

Falls ihr nicht dabei sein könnt oder wollt – weil ihr in ESA oder Erfurt unterwegs seid –, spendet einfach für den Bus des Flüchtlingsrates, der vor allem Geflüchteten ermöglicht, günstig nach Dresden zu reisen! Infos dazu unter oben angegebenem Link.

ABGESAGT!: Demo 2. August 2019 Erfurt: Rüstung und Co ins Nirgendwo! Solidarität mit der zapatistischen Bewegung

Unsere Freund*innen von der Klimaaktion Thüringen organisieren am 2. August, ab 14.30 Uhr eine Demo am Erfurter Anger in Solidaritat mit der zapatistischen Bewegung anlässlich des earth over shoot days.

Hier der Mobitext:

Seit Monaten erfolgt eine Intensivierung bewaffneter Übergriffe auf zapatistische und andere indigene Gemeinden Mexikos durch paramilitärische Gruppen und Militärs.

BäuerInnen werden gezwungen Mohn für die Drogenproduktion anzupflanzen, UmweltaktivistInnen und
Mitglieder des indigenen Regierungsrates werden ermordet, die illegale Waldrodung wird forciert. Das ökologische Gleichgewicht ist durch eine starke Ausbreitung der industriellen Landwirtschaft,mit Monokulturen und einem massiven Einsatz hochgefährlicher Pestizide, sowie durch zerstörerische Infrastrukturprojekte bedroht.

An dem umstrittenen Ixtaca Bergbauprojekt ist die Deutsche Bank als Investor beteiligt. Des Weiteren zeigt sich die Klimakatastrophe/Klimakrisedarin, dass die südlichen Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Guerrero von einer anhaltenden Dürreperiode und Waldbrändenbetroffen sind.

Vier Tage nach dem EARTHOVERSHOOTDAY** wollen wir auf die Auswirkungen und Zusammenhänge der Klimakatastrophe und das Handeln von deutschen Unternehmen aufmerksam machen und unser veto dazu auf die Strasse bringen!!

Durch unsereLebensweise leben wir schon auf Kosten anderer und überschreiten Kapazitäten und Ressourcen der Welt.Statt dem entgegen zu wirken und klimagerecht***zu handeln, werden weiter Waffen exportiert und Ansätze für ein gutes Leben für alle gefährdet.

Am steigenden Raubbau (der indigenen Territorien) und den Angriffen und Ermordungen sind Waffen von deutschen Herstellern beteiligt. So ist bekannt, dass der Waffenhersteller Heckler & Koch widerrechtlich mehrere tausend Sturmgewehre nach Mexiko exportiert hat.
Mit diesen Waffen ermordete im Jahr 2014 eine der Mafia nahestehende paramilitärische Einheit 43 Studierende.

Weiterhin haben Schwestergesellschaften deutscher Waffenhersteller Pistolen und Gewehre an mexikanische Polizei-und Militäreinheiten verkauft. Wie im Rüstungsexportbericht 2018
¹ aufgelistet ist, erfolgte die Lieferung von 1.467 rückstoßfreier Gewehre nach Mexiko.

Kommt nach Erfurt und lasst uns gemeinsamgegen die kapitalistische Belagerung und Aneignung der zapatistischen und anderen indigenen Gemeinden Mexikosdemonstrieren! Lasst uns kreativ und direkt erlebbar dieAuswirkungen de rimperialen Lebensweise°, den für uns typischen Lebensstyl,mittels eines Die-In’s zur Schau stellen.

Klimaaktion Thüringen

* Die *Zapatistas*sind eine selbstorganisierte, basisdemokratische Bewegung autonomer Gemeinden im Widerstand in Südmexiko, die sich seit dem 1. Januar 1994 gegen Ausbeutung, Gewalt, Unterdrückung, Patriarchat und Rassismus erheben.

**Am *Earth Overshoot Day*überschreitet die globale Nachfrage nach natürlichen Ressourcen die Fähigkeit der Erde, diese Ressourcen auf nachhaltige Weise (also nachwachsend) zur Verfügung zu stellen“

****Klimagerechtigkeit: *Ein politisches Konzept, das darauf hinweist, das Klimakrisen sozial differenziert wirken. Insbesondere die globalen Ober,- und Mittelschichten treiben den Klimawandel voran, die
Konsequenzen spüren vor allem die Menschen , die verhältnismäßig wenig zur globalen Erwärmung beigetragen haben.

° Die*imperiale Lebensweise*basiert auf der Ausbeutung und Zerstörung ökologischer und sozialer Ressourcen andernorts zur Sicherung eines hohen Lebensstandards im globalen Norden sowie auch zunehmend im globalen Süden.

¹ Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie



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