(schon wieder) AfD-Kundgebungen & Gegenprotest

Laut Berichten u.a. auf twitter sollen morgen, Mittwoch 17.1. (Fischmarkt) und Sonntag den 28.1. (Domplatz) wieder Kundgebungen aus dem AfD-/1%-Prozent-Umfeld gegen den Moschee-Neubau in Erfurt/Marbach stattfinden. Verschiedene linke Organisationen rufen bereits zu Gegenaktionen auf.

Treffpunktpunkte für Gegenproteste:

17.1. / 17:00 / Fischmarkt
28.1. / folgt / Domplatz

Studis, Fight the Power! – Demo am 18.01.18

Das Thüringer Hochschulgesetz soll im Frühjahr diesen Jahres geändert werden. Dabei geht es um Punkte, die ganz konkret unseren Hochschulalltag beeinflussen werden. Sei es die Abschaffung der Anwesenheitspflicht und Prüfungsuntauglichkeitbescheinigung, stärkere Mitbestimmungsrechte für Studierende und den Mittelbau, oder die Stärkung der Gleichstellung von Frauen* an den Hochschulen. Momentan gibt es Kritik an dem jetzigen Gesetzesentwurf von vielen Seiten. Auch weil wichtige Punkte komplett fehlen oder Unfug sind, wie z. B., dass das Leitbild der Hochschulen als unternehmerische Einrichtungen weitergeführt und sogar gestärkt werden soll.

Wir wollen deswegen am 18.01.2018 in einer Demo gemeinsam zum Landtag ziehen und unseren Forderungen Gehör verschaffen. Wie z. B., dass die Anwesenheitspflicht
komplett abgeschafft werden soll oder die Hochschule im Krankheitsfall kein amtsärztliches Attest mehr verlangen kann, welches für uns Extraaufwand, -nerven und -kosten bedeutet. Am 18.01. tagt der zuständige Ausschuss für Wissenschaft im Landtag und berät die nächsten Punkte, welche in das Gesetz aufgenommen werden sollen. Grund für uns, auf die Straße zu gehen und unsere Forderungen mit Nachdruck in die Öffentlichkeit zu tragen!

Start der Demo ist 11:30 auf den Willy-Brandt-Platz (Bahnhofsvorplatz) in Erfurt.

Die Forderungund Infos zur Demo findet iht bei studisfightpower.blogsport.eu.

Zum Facbook auftritt.

Für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung – gegen §218 und §219!

Flyer von der DemoDas neu gegründete feministische Göttinger Bündnis „wir sind laut!“ veranstaltet am 13. Januar 2018 eine Demonstration.

Warum gerade jetzt?

Am 24.11.2017 stand die Gießener Ärtzin Christina Hänel vor Gericht. Ihr wurde vorgeworfen, über ihre Webseite Zugang zu Informationen über den Schwangerschaftsabbruch zu ermöglichen und damit gegen den §219a zu verstoßen. Abtreibungsgegner*innen zeigten die Ärztin an. Sie wurde zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt. Im Zuge des Prozesses wurde das Thema Abtreibung wieder in den öffentlichen Diskurs gerückt und dem Bundetag eine Petition überreicht, in der die Abschaffung des §219a gefordert wird. Um das Thema in der Öffentlichkeit zu halten und eine gesetzliche Änderung zu erwirken, brauchen wir so viele Menschen wie möglich! Also informiert Euch über das Thema, zeigt Solidarität und kommt zur Demo am 13.01.2018 um 12 Uhr zum Göttinger Bahnhofsvorplatz!

Wir sind laut, in Solidarität mit Kristina Hänel und allen anderen Ärzt*innen, die wegen des §219a strafrechtlich verfolgt werden!

Wir wollen gemeinsam von Erfurt aus zur Demo Fahren. Zugtreffpunkt ist um 9:45 auf den Bahnhofsvorplatz in Erfurt

→ kommt in lila!
→ 1. Block ist FLTI* only!

Ganzer Aufruf unter solidaritaetfuerkristinahaenel.wordpress.com

Twitter Account von „Wir sind Laut!“

11.01.: Break Deportation statt Öffnungszeiten

Liebe Leute,

unsere ersten Öffnungszeiten im neuen Jahr, am 11.01.2018, falls aus. Dafür rufen wir dazu auf, die Veranstaltung unserer Gefährt*innen von Break Deportation ab 20:00 im Retronom (Johannesstraße 17A, Erfurt) zu besuchen.

Hier der Ankündigunstext zur Veranstaltung:

„Wir möchten dich einladen die Situation in Kambodscha besser zu
ver­stehen. Unter den Roten Khmer hat der heutige Premierminister Hun
Sen als Kommandant gedient. In dieser Zeit wurden etwa 1/4 der
KambodschanerInnen ermordet, dazu zählen auch Personen aus der Familie
Chhun. Hun Sen floh ins Exil und marschierte später mit den
vietnamesischen Militärs in Kambodscha ein. Zwar gab es 1991 einen
Friedensvertrag aber der Bürgerkrieg dauerte an. Nach 32 Jahren ist Hun
Sen immer noch an der Macht. Oppositionelle werden verfolgt und
unterdrückt, unabhängige Me­dien zensiert oder geschlossen. Hun Sen
drohte mehrfach, alle Oppositionellen zu bekämpfen, und erklärte, dass
der Friedensvertrag gestorben sei.
Kanha Chhun wird einen Einblick in die tragische Geschichte und aktuelle
Situation Kambodschas geben. Sie wird auch über ihre Erfahrungen mit
Landkonflikten berichten – von der Schwester des Diktators Hun Sen wurde
ihrer Familie Land gestohlen. Proteste dagegen führten zur politischen
Verfolgung und der Flucht nach Europa.
In der Diskussion mit Euch möchten wir gemeinsam überlegen, wie man
Solidarität praktisch umsetzen kann.

[ thevoiceforum.org | breakdeportation.blogsport.de]
[im retronom.net]

http://breakdeportation.blogsport.de/2017/12/01/the-voice-refugee-forum-cambodian-campain-11-1-2018-20-uhr-retronom-erfurt/

Zur Erinnerung an die Abschiebeversuche von Kanha Chhun und ihren Kindern:
http://breakdeportation.blogsport.de/2015/02/26/anti-deportation-action-in-erfurt/

Oury Jalloh-Infoveranstaltung 2.1.18 [Update 29.12]

Am 2.1.2018 findet eine Infoveranstaltung zum Mordfall Oury Jalloh im Veto statt, ab 19 Uhr findet die Küfa* statt. Ein Vertreter der ‚Initiative in Gedenken an Oury Jalloh‘ wird uns ab 20 Uhr über die aktuellen Entwicklungen um den Mordfall Oury Jalloh und die deutschen Zustände bezüglich der (nicht stattfindenden) Aufklärung berichten. Am 7.12.2017 erstattete die Initiative Anzeige wegen Mordes bei der Generalbundesanwaltschaft.

Darum geht es: „Am 7. Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh an Händen und Füßen gefesselt in einer Dessauer Polizeizelle. Vieles deutet darauf hin, dass Oury Jalloh von den diensthabenden Polizisten aus rassistischen Gründen ermordet wurde. Trotzdem sind die Täter bisher nur wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt und bis heute auf freiem Fuß. Die ‚Initiative in Gedenken an Oury Jalloh‘ setzt sich seitdem für eine lückenlose Aufklärung ein. Dabei fordern die Aktivist*innen nicht nur eine Verurteilung der Täter wegen Mordes sondern setzen sich auch gegen die rassistischen Zustände in Deutschland ein, die solche Taten und deren Vertuschung erst möglich machen.“

Es wird außerdem aktuelle Infos zur Gedenkdemo am 7. Januar 2018 in Dessau geben.

Gemeinsame Anreise am 7. Januar nach Dessau
per Bus (An- und Abreise): EF – Dessau, Tickets ca. 10 Euro (kontaktiert uns per Mail oder zur VA)
Zugtreffpunkt EF: individuell, z.B. Abfahrt 10:37

Wir sehen uns am 2.1.18, 19/20 Uhr im Veto und am 7.1.18, 14 Uhr in Dessau!

Lirabelle # 16 ist da!


Die neue Ausgabe der Lirabelle ist erschienen!
Während im Editorial nicht von einem Schwerpunktthema gesprochen wird, könnte dieser Eindruck beim Durchstöbern des Inhaltsverzeichnis entstehen: Drei Artikel beschäftigen sich unmittelbar mit dem Thema Sexismus – einmal in alternativen Clubs in Jena, das andere Mal in einem linken Raum, dem Veto in Erfurt, und am Plattenteller als DJ. Ergänzt werden die dargestellten Erfahrungen und analytischen Gedanken durch die Rezension eines Comics zur Kulturgeschichte der Vulva, in welchem patriarchalische Sichtweisen der Wissenschaft auf das weibliche Organ entlarvt werden. Mentruation, Vulva, Orgasmus in bunten oder schwarz-weißen Comic-Strips. Alle vier Texte haben eine eigene Idee davon, wie Aneignung und Widerstand als feministische Praxis zu machen ist.

Weitere behandelte Themen sind: Antifa und Themar, Linksradikale in Betriebsräten, Nazis in der Jugendarbeit

Viel Spaß beim Entdecken und Lesen!

Veranstaltung & neue Öffnungszeiten

Wir sind schon so gut wie im Winterschlaft und im Moment passiert nicht allzuviel. Dennoch zwei wichtige Ankündigungen für Euch:

Am Donnerstag gibts einen Workshop zum Thema „Islambild und antimuslimischen Rassismus“ und danach sind unsere Öffnungszeiten zum ersten mal Donnerstags statt Montags. Wir haben uns dazu entschieden unsere Öffis während der Wintermonate auf Donnerstag zu legen. So könnt ihr vor und nach Veranstaltungen, die i.d.R. Donnerstags stattfinden, im Infoladen nach neuen Zeitschriften und Büchern sowie im Archiv für Bewegungsgeschichte stöbern.

14.12.2017, 18:30 Uhr, veto! / Magdeburger Allee 180

Ankündigungstext:

Workshop zum Islambild und antimuslimischen Rassismus

Die Angst vor einer Islamisierung Deutschlands scheint überall präsent.
Menschen, die als Muslim*innen einsortiert werden, erfahren Diskriminierungen – von Pöbeleien über Verweigerung ihnen eine Wohnung zu vermieten.
Wir schauen uns medial präsente Islamvorstellungen an, die Formen, in denen sich antimuslimischer Rassismus äußert sowie die Folgen, die
er für die Betroffenen hat.
Zudem wollen wir darüber diskutieren, warum antimuslimischer Rassismus gerade in der Debatte um Zuwanderung und Migration so heftig artikuliert wird und welche Projektionen der Mehrheitsgesellschaft
damit verbunden sind. Weiterhin wollen wir an Beispielen zeigen, dass sich antimuslimischer Rassismus in der extrem Rechen, in rassistischen
Massenbewegungen aber auch in der Breite der Gesellschaft und in linken Diskursen zeigt. Zudem suchen wir Antworten auf die Frage: Wie gehen
wir damit um?

danach „Kickern, Punkrock, Anarchie“ & Öffnungszeiten Infoladen mit Bibo,etc.

Veranstaltungsempfehlung „Die autoritäre Revolte – Die neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“

Gerne möchten wir euch an dieser Stelle eine Veranstaltung am 05.12.2017 mit Volker Weiß, um 19:00Uhr in der Eckermann Buchhandlung in Weimar, empfehlen:

In seinem Buch „Die autoritäre Revolte“ zeigt Volker Weiß die brisante Entwicklung des neuen rechten Denkens auf. Er porträtiert die wichtigsten Akteure der rechtspopulistischen Bewegungen mitsamt deren Strategien und Methoden; eine dichte Darstellung von Geschichte und Gegenwart einer Neuen Rechten, deren Aufschwung nicht über- raschend war. Weiß bietet eine historisch fundierte Zeitdiagnose zu den rechtspopulistischen Phänomenen Pegida & Co. Dabei beschreibt er das vielfältige Spektrum der neuen rechten Bewegungen und untersucht die Herkunft und Vernetzung ihrer Kader. Mit seinem Blick in die deutsche Geschichte dekonstruiert er die zentralen Mythen der Neuen Rechten und zeigt: Gegenwärtig werden nationalistische Strömungen der Vergangenheit, die der Nationalsozialismus verdrängt hatte, wieder aufgegriffen. Weiß geht den autoritären Vorstellungen nach und veranschaulicht Übergänge von Konservativismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Zugleich demaskiert er die antiliberalen Phrasen der Rechten und ihren Gestus als „68er von rechts“. Die frappierende Erkenntnis: „Abendländer“ und Islamisten sind in ihrem Kampf gegen Selbstbestimmung „Waffenbrüder“.

Dr. Volker Weiß, Jg. 1972, studierte Literaturwissenschaft, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte sowie Psychologie an der Universität Hamburg. 2009 bis 2014 war er als Lehrbeauftragter in Hamburg und Leipzig tätig. Seitdem arbeitet der Historiker als freier Publizist und schreibt u. a. für DIE ZEIT, ZEIT Geschichte und Jungle World. Seine Forschung konzentriert sich auf die Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten in Deutschland sowie die deutsche Geschichte des 19./20. Jahrhunderts. Neben seiner neuesten Publikation und zahlreichen Aufsätzen veröffentlichte er in den letzten Jahren u. a. Deutschlands Neue Rechte. Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin, Paderborn 2011.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Rassismus in historischer Perspektive“ statt.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist ohne vorherige Anmeldung kostenfrei möglich.

Demo der Flüchlings-Community in Apolda

Samstag, den 2. September, findet ab 14 Uhr am Bahnhof in Apolda eine Demonstration gegen Abschiebungen und für Bewegungsfreiheit statt. In dem Aufruf zur Demo heißt es unter anderem:

Stoppt die Abschiebungen und stoppt das Dublin-Abkommen! Für Bewegungsfreiheit!
Bringt die Flüchltlinge zurück!

Wir, die Flüchtlinge in Apolda und in Thüringen, fordern unbedingten Respekt für unsere verfassungsgemäßig garantierten Rechte auf Menschenwürde. Diese Rechte beinhalten unser Recht auf sicheren Aufenthalt, Sicherheit, das Recht zu arbeiten, das Recht auf privaten und menschenwürdigen Wohnraum hier in Apolda und wo auch immer wir uns entscheiden, leben zu wollen.

Den ganzen Aufruf findet ihr bei Break Deportation.



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